Jahrzehntelanges Engagement

Einsatz für die Gemeinschaft: Alfred Müller erhält Bundesverdienstmedaille 

Landrat Dr. Karl Schneider Alfred Müller Ortsbürgermeister Oesdorf Bundesverdienstmedaille
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Eine besondere Ehre: Landrat Dr. Karl Schneider händigt im Namen des Bundespräsidenten dem Ortsbürgermeister von Oesdorf, Alfred Müller, die Bundesverdienstmedaille aus .

Ortsbürgermeister Alfred Müller wurde vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Aushändigung der Ordensinsignien übernahm Landrat Dr. Karl Schneider.

Oesdorf – Verdient habe er sie sich aufgrund seines jahrzehntelangen Engagements vorwiegend im kulturellen Bereich, erklärte der Landrat. Über 40 Jahre war er Vorstandsmitglied in der Schützenbruderschaft, 26 Jahre im Vorstand des Kreisschützenbundes Büren.

Als begeisterter Wanderer war er zudem 1983 Gründungsmitglied der Oesdorfer Abteilung des Eggegebirgsvereins (EGV) und seit 2005 dessen Vorsitzender. Auch den Förderverein „Zukunft Oesdorf“ hat er mitbegründet, dort ist er Zweiter Vorsitzender, und den Rentnerclub mit ins Leben gerufen. Von 1990 bis 2016 war er Ortsheimatpfleger; bei der Erstellung der Dorfchronik anlässlich des 850-jährigen Jubiläums von Oesdorf im vorigen Jahr hat er sein ganzes Wissen einfließen lassen.

Auch auf der politischen Ebene kann man immer auf ihn zählen: Seit 1985 ist er Mitglied im SPD-Ortsverein Meerhof-Oesdorf; seit vielen Jahren ist er sachkundiger Bürger in diversen Ausschüssen der Stadt Marsberg. 2015 übernahm er, nach dem plötzlichen Tod Rudolf Hillebrands, das Amt des Ortsbürgermeisters.

Herzblut und viel Leidenschaft

Echtes Herzblut und viel Leidenschaft für seine Heimat zeichnen ihn aus, das meinen Klaus Wiegers, Wilhelm Dülme und Norbert Köster, die ihn für den Verdienstorden vorschlugen. „Wenn ich das so Revue passieren lasse, gibt es kein Ereignis in Oesdorf ohne seine Beteiligung“, fasste Schneider die Verdienste zusammen. „Wer das Amt des Ortsbürgermeisters einmal gemacht hat, der weiß, mit wie viel Arbeit das verbunden ist“, sagte anerkennend Bürgermeister Thomas Schröder. Er habe nicht schlecht gestaunt, als im klar wurde, in wie vielen Vereinen Müller sich engagiert habe. „War ihr Mann überhaupt einmal zuhause“, fragte er dessen Ehefrau Rosemarie augenzwinkernd. Nicht nur sie, der ganze Ort könne mit Recht stolz auf ihn sein.

„Das ist für mich ein besonderes Ereignis“, bedankte sich Alfred Müller. Als er am 2. April vom Kreis den Brief erhielt, habe er zunächst an einem Bußgeldbescheid gedacht – und nach dem Öffnen ihn für einen verspäteten Aprilscherz gehalten. Erst die telefonische Rückversicherung beim Kreis habe ihn davon überzeugt, dass es damit seine Richtigkeit habe.

Im Kreis etlicher Freunde und Weggefährten wurde das besondere Ereignis nun würdig gefeiert.

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