„15 Joore do biste Platt“

Bei Feierstunde auf Erfolgsgeschichte zurückgeblickt

Hochrangige Vertreter aus Heimatgeschichte und Politik hatten sich zur Feierstunde eingefunden. Sichtlich viel Spaß gab es für Moderator und Gäste auf die Frage: „Sprechen Sie eigentlich noch Platt?“. Foto: Manfred Eigner
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Hochrangige Vertreter aus Heimatgeschichte und Politik hatten sich zur Feierstunde eingefunden. Sichtlich viel Spaß gab es für Moderator und Gäste auf die Frage: „Sprechen Sie eigentlich noch Platt?“.

Scharfenberg/Hochsauerland. „Plattdeutsch ist keine Witzchensprache,“ unterstrich Markus Hiegemann, Chefredakteur der erfolgreichen Sauerlandwelle, die seit 15 Jahren mit ihrer eigenen Radiosendung die Sauerländer Mundart in demnächst der 500. Sendung ausstrahlt.

„Es war die Alltagsprache die vor noch gar nicht so langer Zeit zum normalen Alltag in den Städten und Dörfer gezählt hat. Daher gehören auch ernste Themen oder die plattdeutsche Kirche mit zu unserem Programm“, so Hiegemann weiter.

Weit über einhundert Besucher hatten sich am Sonntag im Landgasthof Schnier in Scharfenberg eingefunden, „un bey Kaffe, Kauken un Büters“ bis zum frühen Abend die Erinnerungen an die letzten 15 Jahre zu erleben. Am 6. Mai 2002 wurde um 18.04 Uhr die erste „Do biste platt“-Sendung ausgestrahlt. Im nächsten Jahr läuft die 500. Sendung.

Mit großem Applaus bedacht

Bilder und Sprachdokumente aus den Anfängen der Erfolgsgeschichte ließen den Nachmittag zu einer Zeitreise werden, die bei vielen Erinnerungen wach werden ließen. Nicht nur Brilon und seine Dörfer waren vertreten, auch Freunde der plattdeutschen Mundart aus den Nachbargemeinden von Marsberg über Diemelsse, den Waldecker Raum, Olsberg bis hin nach Sundern und Eslohe hatten sich zu der Feierstunde eingefunden. Initiator Markus Hiegemann wurde für sein Engagement mit großem Applaus und Anerkennung bedacht. „Platt ist eine länderübergreifende Sache. Mundarten sind wichtig für die gemeinschaftliche Kultur“, hob Dr. Michael Schult, stellvertretender Landrat des Hochsauerlandkreises bei seiner Begrüßungsrede hervor und sprach den Machern der Radiosendung sein großes Lob aus. „Diese Sendung und ihre Macher sind ein Gewinn für alle, die Mundart lieben und besonders für die Sauerländer Kultur.“

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