Mehr als 50 Patienten müssen Gebäude verlassen

Brand in Klinik-Zimmer: Feuerwehr im Großeinsatz - drei Stationen evakuiert

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Marsberg - Großeinsatz für die Marsberger Feuerwehr: Die Einsatzkräfte wurden am Samstagmorgen zu den LWL-Kliniken alarmiert. Dort war in einem Patientenzimmer ein Feuer ausgebrochen.

Wie die Feuerwehr berichtet, wurde kurz nach 9 Uhr zuerst der Löschzug Marsberg zu einer aufgelaufenen Brandmeldeanlage zum Klinikgelände alarmiert. Nur wenige Minuten später wurde das Alarmstichwort allerdings auf "Feuer 5 mit einem Massenanfall an Verletzten bis zu 10 Personen" erhöht, weil es einen bestätigten Brand in der Klinik gab. 

Neben den Löschgruppen aus Erlinghausen und Obermarsberg wurden daher ebenso zahlreiche Einheiten des Rettungsdienstes alarmiert. Auch der Marsberger Wehrleiter Alfons Kleffner war vor Ort. Unter der Leitung von Frank Steker vom Löschzug Marsberg gelang es den Einsatzkräften, den Brandort schnell zu lokalisieren: In einem Patientenzimmer brannte die Matratze eines Bettes. 

"Obwohl es sich bei dem Brand selbst nur um ein kleines Feuer handelte, war die Rauchentwicklung enorm: Die gesamte betroffene Station war verraucht, über offene Fenster hatte sich der Rauch bereits in eine überliegende Station ausgebreitet", teilt die Feuerwehr mit. Daher wurden auf Anordnung der Einsatzleitung zwei weitere Stationen der Klinik vorsorglich evakuiert. 

Belüftungsmaßnahmen gestalten sich schwierig

Unter Atemschutz und mit einem Hohlstrahlrohr löschten die Einsatzkräfte das Feuer binnen kürzester Zeit, sodass die Belüftungsmaßnahmen zügig eingeleitet werden konnten. "Das Belüften erwies sich allerdings als sehr aufwendige Maßnahme, da betroffene Flure, Zimmer und angrenzende Treppenhäuser einzeln kontrolliert und belüftet werden mussten. Dazu mussten immer wieder Trupps unter Atemschutz in die betroffenen Gebäudeteile vorgehen", erklärt die Feuerwehr. Durch den Einsatz entsprechender Hochdrucklüfter zeigte diese Maßnahme aber schnell die gewünschte Wirkung. 

Zügig lief laut Feuerwehr auch die Evakuierung der Stationen ab. Mehr als 50 Patienten mussten infolge des Einsatzes ihre Unterkünfte verlassen und und in andere Stationen untergebracht werden. Die insgesamt 25 Personen, die auf der betroffenen Station selbst untergebracht waren, wurden daraufhin notärztlich auf eine Rauchgasvergiftung untersucht. "Bei niemandem wurde dies festgestellt, so dass keine verletzten Personen zu verzeichnen waren", heißt es. Die Einheiten des Rettungsdienstes, die in einem Bereitstellungsraum in der Nähe des betroffenen Gebäudes warteten, konnten somit zeitnah zu ihren Standorten zurückkehren. 

Die Polizei nahm noch an der Einsatzstelle Ermittlungen zur Brandursache auf. "Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt bleibt die betroffene Station vorerst geschlossen, die Patienten werden in andere Stationen verlegt. Die darüberliegenden Stationen konnten nach Abschluss der Lüftungsmaßnahmen wieder bezogen werden", teilt die Feuerwehr mit. 

50 Kräfte aus drei Einheiten im Einsatz

Insgesamt waren etwa 50 Kräfte der Feuerwehren aus Marsberg, Obermarsberg und Erlinghausen im Einsatz. Acht Trupps aus den beteiligten Einheiten mussten zur Brandbekämpfung oder im Rahmen der Belüftungsmaßnahmen unter Atemschutz vorgehen. Nach einer knappen Stunde konnten die ersten Einsatzkräfte bereits wieder abrücken. 

Der Rettungsdienstes war mit Rettungswagen aus Marsberg, Adorf, Bad Wünnenberg, Warburg sowie Notärzten aus Marsberg, Warburg und Büren vor Ort. Auch ein leitender Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst waren in den Einsatz eingebunden, weitere auf Anfahrt befindliche Einsatzkräfte konnten ihren Einsatz abbrechen. 

"Letzten Endes lief der Einsatz glücklicherweise glimpflich ab: Das Feuer blieb auf den Entstehungsraum begrenzt. Personen kamen nicht zu Schaden, was sicherlich der zügigen Evakuierung zu verdanken war", lautet das Fazit der beteiligten Einsatzkräfte. 

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