Dramatischer Einsatz

Reh bricht auf vereistem See ein - Hilfe der Feuerwehr kommt zu spät

Die Feuerwehr Marsberg rückte zu einem Einsatz am Diemelsee aus. Ein Reh war auf dem Eis eingebrochen. Die Hilfe kam für das Tier jedoch zu spät.
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Die Feuerwehr Marsberg rückte zu einem Einsatz am Diemelsee aus. Ein Reh war auf dem Eis eingebrochen. Die Hilfe kam für das Tier jedoch zu spät.

Dramatischer Feuerwehr-Einsatz am Mittwochabend am Diemelsee: Ein Reh wagte sich auf das vereiste Gewässer und brach ein. Doch die Hilfe kam zu spät.

Helminghausen - Die Löschgruppe Helminghausen wurde am Mittwochabend zu einem ungewöhnlichen Einsatz alarmiert: Wie die Feuerwehr Marsberg berichtet, hatte ein Passant auf der vereisten Fläche des Diemelsees ein Reh bemerkt, das offensichtlich eingebrochen war.

Die Meldung des Zeugen bestätigte sich bei Eintreffen der Einsatzkräfte. „Knapp 40 Meter vom Seeufer entfernt war das Tier auf dem Eis eingebrochen und konnte sich nicht mehr aus der Zwangslage befreien“, heißt es im Einsatzbericht der Feuerwehr. Mithilfe des mitgeführten Schlauchbootes begaben sich die Einsatzkräfte auf die Eisfläche. Da diese sehr dünn war, musste die Feuerwehr sie vom Boot aus zerschlagen werden, um sich auf dem Diemelsee überhaupt fortbewegen zu können.

Feuerwehr-Einsatz am Diemelsee: Hilfe für eingebrochenes Reh kommt zu spät

Die Hilfe kam für das Reh allerdings zu spät: „Leider konnte das Tier nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden“, erklärte die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte brachten es daraufhin ans Ufer und übergaben es dem zuständigen Förster.

Die Löschgruppe Helminghausen war nach eigenen Angaben mit sieben Kräften eine knappe Dreiviertelstunde am Diemelsee im Einsatz. Das extrem kalte Wetter habe den Beteiligten schwer zu schaffen gemacht, berichtet die Feuerwehr. Die eingesetzten Rettungsgeräte seien nach dem Einsatz „komplett vereist“ gewesen.

Feuerwehr-Einsatz am Diemelsee: Warnung vor dünnen Eisdecken

Den dramatischen Ausgang des Einsatzes am Diemelsee nutzt die Feuerwehr, um ausdrücklich darauf hinzuweisen, vereiste Wasserflächen nicht zu betreten. „Trotz der extremen Kälte sind die Eisdecken sehr dünn und können das Gewicht von Menschen, auch von Kindern, keinesfalls tragen“, warnt die Feuerwehr.

Auch der Ruhrverband hatte zuletzt davor gewarnt, die Eisflächen, die sich durch das Winter-Wetter der vergangenen Tage auf den Talsperren im Sauerland gebildet haben, zu betreten. Es sei - ebenso wie das Schlittschuhlaufen - „lebensgefährlich und verboten“, teilte der Ruhrverband mit. In Bergkamen war am Dienstag ein Junge auf einem zugefrorenen Teich eingebrochen*. Er hatte Glück, dass schnell Ersthelfer vor Ort waren. - *wa.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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