Rund 240 Einsätze im vergangenen Jahr

Feuerwehr Marsberg hält Neujahrsempfang ab - Alfons Kleffners Amtszeit endet

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Geselliger Austausch stand beim Neujahrsempfang der Feuerwehr Marsberg im Vordergrund.

Westheim/Marsberg. Wegen des „useligen“ Wetters, wie Stadtbrandinspektor Alfons Kleffner es passenderweise bezeichnete und der unsicheren Straßenverhältnisse hatte so mancher den Weg nach Westheim zum Neujahrsempfang der Freiwilligen Feuerwehr Marsberg gescheut. Dennoch beehrten einige Vertreter aus Verwaltung und Politik sowie einige Kameraden benachbarter Wehren den Empfang.

Neben dem obligatorischen Rück- und Ausblick des Stadtbrandinspektors fand dessen angekündigter Abschied die größte Aufmerksamkeit: Alfons Kleffner wird im Juni nicht für eine erneute Amtszeit zur Verfügung stehen. Er tue das, wie er mit einigem Bedauern sagte, aus gesundheitlichen Gründen. Drei Amtszeiten – volle 18 Jahre lang – hat er dann in dieser Position die Feuerwehr Marsberg geführt, als Mittelsmann zu Politik und Verwaltung, bei der er immer ein offenes Ohr gefunden habe, wie er bescheinigte; vor allem aber in seiner Funktion als Chef der Wehr mit viel Fingerspitzengefühl für die Belange der Kameraden. Eine Aufgabe, die viel Verantwortung mit sich bringt und ja ehrenamtlich neben der Vollzeit-Erwerbstätigkeit geleistet wird.

Vielleicht fielen auch deshalb die Worte von Kleffners Neujahrsrede etwas mahnender aus. So appellierte er an die Kameraden – vor allem an die Führungskräfte – Projekte und Vorhaben mit dem nötigen Gefühl für das erforderliche Zeitmaß anzugehen und nicht – dem Diktat unserer schnelllebigen Zeit folgend – über das Knie brechen zu wollen. „Schnellschüsse sind absolut kontraproduktiv“, so der Stadtbrandinspektor.

Mit Bedauern reagierte Bürgermeister Klaus Hülsenbeck auf die Ankündigung Kleffners, nicht erneut für das Amt antreten zu wollen. Er versicherte ihm aber, dass zu gegebener Zeit eine „schicke Verabschiedung“ des verdienten Stadtbrandinspektors folgen werde. Der Feuerwehr Marsberg bescheinigte er, gut aufgestellt zu sein, vor allem, was die Frage des Nachwuchses angehe. „Das ist der Verdienst der Feuerwehrkameraden in den einzelnen Löschgruppen“, betonte er. Als Zeichen der Anerkennung schenkte der Bürgermeister ein Feuerwehrauto – leider nur aufgedruckt auf den Umschlag des „kleinen Flachgeschenks“, wie er den Kameraden mit augenzwinkerndem Bedauern verriet.

In der Feuerwehr Marsberg sind zurzeit rund 550 Kameraden aktiv im Einsatz. Dazu kommen 130 in der Ehrenabteilung und 140 in der Jugendfeuerwehr. Zwei Spielmannszüge unterstützen die Wehr bei feierlichen Anlässen. Der Anteil weiblicher Feuerwehrkameraden hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Sie kommen überwiegend aus den Jugendfeuerwehren, wo der Mädchenanteil sehr hoch sei, erklärte Kleffner. Der Fuhrpark besteht derzeit aus 30 Fahrzeugen.

Bei den Einsätzen – für die Marsberger um die 240 im vergangenen Jahr – spielen Unfälle, vor allem Verkehrsunfälle, gegenüber Bränden eine immer stärkere Rolle; ein Trend, der sich bereits seit geraumer Zeit abzeichnet. Bei den Einsätzen werden die Kameraden immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, bedingt durch technische Entwicklungen, wie Photovoltaikanlagen auf Gebäuden oder E-Fahrzeuge. Entsprechende Schulungen spielen daher eine wichtige Rolle.

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