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Finanzmann mit Herzblut

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Im Rathaus angekommen: der neue Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters Antonius Löhr.  Foto: Sens
Im Rathaus angekommen: der neue Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters Antonius Löhr. Foto: Sens

Ein Finanzmann durch und durch ist der neue Erste Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters und Stadtkämmerer Antonius Löhr. Beste Voraussetzungen für Marsberg, die Defizite bei den Bilanzen in den Griff zu kriegen.

Auch für Löhr ist der Amtsantritt in Marsberg eine glückliche Entscheidung, rückt er doch so seiner Heimat wieder ein Stückchen näher. Geboren und aufgewachsen ist Löhr nämlich 1960 in Lichtenau. Nach seinem Abitur machte er eine Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst beim Kreis Paderborn. Seine erste Anstellung im Finanzbereich hatte er danach in Kleve. Nur ungern verließ er die Heimat, aber Paderborn konnte damals seine Auszubildenden nicht übernehmen. Nach drei Jahren näherte Löhr sich wieder etwas der Heimat an, indem er 1985 eine Stelle als Kassenleiter in Erwitte antrat. Dort brachte er es bis zum Kämmerer und Ersten Allgemeinen Vertreter, nachdem er parallel an der Verwaltungswirtschaftsakademie in Arnsberg seinen Betriebswirt gemacht hatte.

An der Aufgabe in Marsberg reizt ihn, sich neuen Herausforderungen zu stellen. „Nach fast 30 Jahren in Erwitte ist es nochmal interessant, neue Kollegen und Strukturen kennenzulernen“, erklärte Löhr. Auch wenn er hier formell die gleiche Position wie in Erwitte innehat, betrachtet er es doch als eine berufliche Weiterentwicklung: „Marsberg ist erheblich größer und mit den zwei Dezernaten erwarten mich hier ganz andere Aufgaben.“ Die prekäre Finanzsituation, in der sich die Stadt befindet, hat ihn nicht abgeschreckt, sondern eher angezogen. „Dennoch,“ so gab er zu bedenken, „wird es noch Monate, wenn nicht gar Jahre dauern, bis alles auf dem neuesten Stand ist.“ Sein erster Eindruck von Mitarbeitern und Kollegen sei sehr positiv, berichtete er weiter: „Ich bin sehr freundlich aufgenommen worden und glaube, es wird Spaß machen, mit ihnen zu arbeiten.“ Ein kommunikativer Umgang miteinander, in dem alle Fragen offen auf den Tisch kommen, sind ihm wichtig.

Noch ist sein Büro recht kahl; viel Zeit zum Dekorieren hatte er nicht. Wichtiger waren die Gespräche, die es zu führen galt. Dies sei, neben dem Verarbeiten von Informationen und der Anwendung von EDV-gestützten Programmen, das, was sein Amt am meisten ausmache. (Von Kristin Sens, marsberg@sauerlandkurier.de)

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