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Löschzug Nord trainierte mit 50 Einsatzkräften in Oesdorf

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An der Übung in Oesdorf waren 50 Einsatzkräfte etwa 70 Minuten im Einsatz.
An der Übung in Oesdorf waren 50 Einsatzkräfte etwa 70 Minuten im Einsatz.

Oesdorf. Eine Einsatzlage, die es in sich hatte: Ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten PKW, fünf verletzten Personen im Pkw, dazu Gefahrstoffaustritt – so stellte sich die Lage für die Löschgruppen aus Oesdorf, Meerhof, Westheim, Essentho sowie des Löschzugs Marsberg dar. Glücklicherweise nicht als realer Einsatz, sondern im Rahmen der Einsatzübung des Löschzugs Nord.

Unter der Leitung von Florian Schlüting aus Oesdorf, der sich auch für die Vorbereitung der Übung verantwortlich zeigte, galt es, die Erstmaßnahmen an dieser Einsatzstelle abzuarbeiten: Die technische Rettung der Verletzten sowie die Dekontamination der verletzten Personen sowie der eigenen Einsatzkräfte und Geräte. Unterstützt wurde er von Benedikt Strothe aus Meerhof. Ebenfalls eingebunden wurde in dieses Szenario die Führungsunterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Marsberg, die vom Einsatzleitwagen aus weitere Maßnahmen koordinierte, die im Zuge einer solchen Einsatzlage notwendig werden.

Geübt wurde in Nähe der Sportlerheims in Oesdorf. Diese sicher nicht alltägliche Einsatzlage stellte die eingesetzten Einsatzkräfte vor große Herausforderungen: So mussten sowohl Maßnahmen für einen ABC-Einsatz (Festlegen des Gefahrenbereichs, Not-Dekon, Aufbau und Betreiben eines Dekontaminationsplatzes, Anlegen von CSA, großer Bedarf an Atemschutzgeräten, Stoffidentifikation) als auch Maßnahmen für die patientengerechte Rettung eingeklemmter Personen (Einsatz hydraulischer Rettungsgeräte, in diesem Fall unter PA, medizinische Erstversorgung und Betreuung Verletzter) eingeleitet als auch die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Wintereinbruch steigerte die Herausforderung

Die durch den plötzlichen Wintereinbruch bedingte schlechte Witterung steigerte die Herausforderung zusätzlich. Wie im Ernstfall jedoch nicht anders, begannen die Einsatzkräfte zügig, die vorgefundene Lage zu bewältigen, und das mit Erfolg.

Die technische Rettung wurde durch den Einsatz unter Atemschutz und auch durch die Witterung besonders herausfordernd: Scheiben wurden mit entsprechendem Werkzeug entfernt, die Autos unterbaut, Türen mit Spreizern geöffnet, mit Schneidgerät entfernt, die Personen befreit und zum Dekontaminationsplatz gebracht.

Mit der Rettung aller Personen aus den Fahrzeugen war nach etwa 70 Minuten das Übungsziel erreicht und die Übung beendet. Etwa 50 Einsatzkräfte aus den beteiligten Einheiten nahmen mit sieben Fahrzeugen an der Übung teil. Abschließend wurde der Übungsverlauf im Gerätehaus der Löschgruppe Oesdorf noch eingehend mit den Teilnehmern diskutiert.

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