Ruf der caritativen Sammelorganisationen gefährdet

Gegen „schwarze Schafe“: Kolping bietet neue Stellplätze für Altkleider-Container

Vertreter der Stadt Marsberg, der Kolpingsfamilien Marsberg und Westheim sowie vom Integrationsunternehmen Die Brücke vor einem der neuen Altkleider-Container.

Marsberg – Nicht genehmigte Altkleider-Container bereiten den gemeinnützigen Sammlern, so auch den Kolpingsfamilien in Marsberg, große Sorge. Über Nacht werden sie platziert, oftmals ohne Erlaubnis des jeweiligen Grundstückseigentümers und manchmal verschwinden sie so schnell wie sie aufgestellt worden sind. „Diese ,schwarzen Schafe’ schaden den caritativen Sammelorganisationen bei ihrem Spendenaufkommen und gefährden zudem den Ruf von Altkleider-Sammlungen“, so der Kolping.

Für Reinhold Kloppenburg von der Kolpingsfamilie Westheim und Andreas Ströthoff von der Kolpingsfamilie Niedermarsberg muss diesen Aktivitäten Einhalt geboten werden. Aus diesem Grund haben die Kolpingsfamilien bei der Stadt Marsberg ihr Anliegen vorgetragen. Sofort haben die Mitarbeiter der zuständigen Ämter, mit Unterstützung des Bürgermeisters, die Vorschläge für neue Container-Standorte aufgegriffen. So sind in kurzer Zeit vier neue Plätze entstanden: in Marsberg an der Dreifach-Sporthalle in der Trift, in Westheim an der Katholischen Kirche und am Hoppenberg sowie in Essentho am Sportplatz. „Diese neuen Container haben sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in Marsberg gewünscht. Bereits in den ersten Wochen seit der Aufstellung werden sie gut frequentiert“, so die Kolpingsfamilie. Die neuen Container, inklusive des an der alten Zufahrtstraße zum Marktkauf weiterhin vorhandenen Containers, sind eine zusätzliche Möglichkeit, um Altkleider zu spenden. 

Neben den alljährlich zweimal stattfindenden Straßensammlungen, die unter dem Begriff „Aktion Rumpelkammer“ seit über 50 Jahren erfolgreich durchgeführt werden. 

Logistisch wird die Container-Sammlung von dem Integrationsunternehmen „Die Brücke“ aus Bad Lippspringe durchgeführt. Diese Regionalgesellschaft des Kolping-Bildungswerkes Paderborn setzt sich für die Integration von Menschen mit Handikap im Berufsleben ein. 

„Wir freuen uns, wenn wir durch solche Projekte das gemeinnützige Sammeln und damit den caritativen Zweck stetig fördern“, so Michael Röleke, Ansprechpartner des Kolpingwerkes im Diözesanverband Paderborn. Die Mitarbeiter der Brücke sorgen neben der Leerung auch für das saubere Umfeld der Standorte. 

Wenn die Container geleert werden, werden die Altkleider am Sitz des Unternehmens „Die Brücke“ in Bad Lippspringe auf Lkw verladen. Die Kolping Recycling GmbH sorgt dann für die Verwertung in den Sortierbetrieben. Von dort aus wird tragbare Gebrauchtkleidung in über 40 Länder verteilt. 

Ein Teil der Erlöse wird dazu genutzt, um in bedürftigen Ländern Hilfsprojekte zu finanzieren, so wird Hilfe zur Selbsthilfe aktiv gefördert. Auch in unserer Heimat werden Erlöse eingesetzt, um caritative Zwecke, wie Jugendarbeit und sonstige Aktionen in den Kolpingsfamilien oder dem Gemeinwohl dienende Einrichtungen, wie Kindertagesstätten oder Schulen, finanziell zu unterstützen. 

Insgesamt ziehen alle Beteiligten eine positive Bilanz und heben hervor, dass durch die konstruktive Zusammenarbeit der Stadt Marsberg mit den örtlichen Kolpingsfamilien gute Lösungen gefunden wurden. Hinweise zur Sammlung (die Kleidungsstücke möglichst in Tüten verpacken) sind auf den orangen Containern zu finden. „Gerne stehen auch die Mitglieder der hiesigen Kolpingsfamilien zur Verfügung, die sich an dieser Stelle ganz herzlich bei der Bevölkerung für die Unterstützung und Umsetzung ihrer gemeinnützigen und ehrenamtlichen Arbeit und Aufgaben bedanken“, so die Organisatoren.

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