Neujahrsempfang der Feuerwehr thematisiert personelle Stärkung der Wehren

Gelegenheit zum Gedankenaustausch

Vertreter der Stadtverwaltung und der Feuerwehren trafen sich zum Erfahrungsaustausch in Westheim. Foto: Sens

„Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr“ – mit diesem traditionellen Leitspruch der Floriansjünger schloss der Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbands Hartmut Ziebs seine Grußworte beim Neujahrsempfang der Freiwilligen Feuerwehren Marsbergs.

In einem aufschlussreichen Vortrag nahm Ziebs die Zuhörer „auf eine Reise durch die aktuelle Feuerwehrlandschaft“ mit. Zur Frage der personellen Stärkung der Wehren sagte er: „Zurzeit sind die Jugendfeuerwehren der wichtigste Fundus für unseren Nachwuchs.“

Es spräche aber nichts dagegen, die bisherigen Altersbeschränkung von zehn bis 60 Jahren aufzuweichen. In den letzten Jahren sind eine Reihe von sogenannten Bambinigruppen entstanden, in denen schon Sechsjährige spielerisch an die Arbeit der Wehren herangeführt werden. Ziebs ging aber noch weiter: „Warum soll ein Siebzigjähriger, der sich noch fit genug fühlt, nicht mehr aktiven Feuerwehrdienst versehen dürfen?“ Der Vizepräsident sprach auch davon, die Feuerwehr zu einem „Lebensmodell“ zu machen, dass zudem familienfreundlicher werden solle. Außerdem gäbe es Bevölkerungsgruppen, wie Frauen oder Einwanderer, die man ebenfalls verstärkt ansprechen müsse. Auch Inklusion sei laut Hartmut Ziebs ein Thema, mit dem man sich beschäftigen könne. Weitere Denkanstöße gab er zum Engagement von Spontanhelfern, sowie der Rolle, welche Wirtschaftsunternehmen spielen könnten.

Der stellvertretende Bürgermeister Johannes Wüllner nannte den Empfang eine „hervorragende Gelegenheit zum Gedankenaustausch“ und lobte den Einsatz der freiwilligen Wehren: „Es ist nicht zu ermessen, welche Kosten auf die Stadt zukämen, wenn dies alles Berufsfeuerwehrleute wären.“

Stadtbrandinspektor Alfons Kleffner erklärte: „Die Vorbehalte, in die ich meinen Dank an die Stadt in den letzten Jahren gekleidet habe, sind kleiner geworden. Vieles hat sich schon getan.“ Er erinnerte aber daran, dass es immer noch etwas gäbe, was man besser machen kann. (Von Kristin Sens, marsberg@sauerlandkurier.de)

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