Erfolgreiche Wirtschaftsförderung

Grünes Licht für das Gewerbegebiet Westheim II

Marsberg Gewerbegebiet Westheim Vertragsabschluss
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Die Freude ist groß, dass nach Vertragsabschluss die Bauarbeiten zum neuen Produktionsbetrieb nun bald beginnen können: (v.l.) Frank Linnekugel, Geschäftsführer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH, Matthias Geise und Stefan Geise, beide Geschäftsführer Geise Elektrotechnik GmbH, Volker Nelle, Prokurist Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH, und Michaela Schröder, Wirtschaftsförderin Stadt Marsberg.

Archäologische Untersuchungen, archäologische Dekontamination, Eintragungen oder auch Nicht-Eintragungen von Lasten, Kampfmitteldetektion und Kampfmittelsondierung, Strommasten, die plötzlich ertüchtigt werden sollten – das Gewerbegebiet Westheim II hielt in den letzten Jahren viele Überraschungen für die Beteiligten bereit. Und dann kam auch noch Corona. Aber jetzt ist das Projekt „Gewerbegebiet Westheim II“ vermarktungstechnisch erfolgreich abgeschlossen.

Zunächst sorgte das Gewerbegebiet „Westheim II“ mit archäologischen Funden und notwendigerweise wissenschaftlichen Grabungsmaßnahmen für Schlagzeilen. Zwar stand Ende 2016 ein auswärtiger Investor für den Erwerb einer 40.000 Quadratmeter großen Fläche zwecks Neuansiedlung bereit, jedoch verzögerte die vom Denkmalschutz initiierten archäologischen Untersuchungen das notwendige Planaufstellungsverfahren zum Bau einer Erschließungsstraße.

Diese Ausgrabungen erfolgten nach einer rechtlich zwingend notwendigen EU-weiten Ausschreibung im Jahr 2017 im Folgejahr auf der Nordfläche in einer Größenordnung von 3,4 Hektar. Nachdem sich Mitte 2019 ein weiterer Investor für die Südfläche fand, musste auch diese zunächst archäologisch gesichert werden. Seit Ende 2019 werden von offizieller wissenschaftlicher Seite aber keinerlei archäologischen Funde mehr vermutet: Grünes Licht also für das Gewerbegebiet und seine unternehmerischen Zielsetzungen.

Das war finanziell eine enorme Herausforderung für die Stadt Marsberg.

Bürgermeister Klaus Hülsenbeck

„Das war finanziell eine enorme Herausforderung für die Stadt Marsberg“, so Bürgermeister Klaus Hülsenbeck. „Umso erfreulicher ist es, dass nun die Verträge mit diesen Unternehmen abgeschlossen sind und sich die Investitionen in die zukünftige Entwicklung der Stadt Marsberg gelohnt haben. Arbeitsplätze werden neu geschaffen bzw. gesichert und die Kaufkraft vor Ort wird gestärkt.“

Mit dem Verkauf einer Industriefläche von ca. 31.000 Quadratmetern an die Firma Geise Elektrotechnik GmbH ist es dem heimischen Unternehmen nun möglich, sich auf insgesamt etwa 42.000 Quadratmeter entsprechend ihrer Entwicklungsstrategie für die nächsten Generationen neu aufzustellen. 1957 gegründet, überzeugt der Familienbetrieb mit Kompetenz und hochwertigen Produkten. Transformatorenstationen, Schaltanlagen und Installationsverteiler von Geise verteilen Strom in öffentlichen Netzgebieten, in Industrie- und Handelsunternehmen sowie in über 100 Kliniken und Krankenhäusern in der gesamten Bundesrepublik. Außerdem ermöglichen sie die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in vorgenannte Netze. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 60 Mitarbeiter und bildet kontinuierlich aus.

Erfreulich ist auch der Verkauf einer Industriefläche von rund 41.000 Quadratmetern an die Firma Sprick GmbH & Co. Das Bielefelder Unternehmen ist inhabergeführt und bundesweit an fünf Standorten mit rund 300 Mitarbeitern erfolgreich tätig. Sprick erzeugt Papier und Wellpappe auf der Basis von 100 Prozent Recyclingpapier, entwickelt und produziert Verpackungssysteme sowie Verpackungsmaschinen und ist selbst Anbieter von Verpackungsmitteln. Gegründet vor mehr als 130 Jahren am Stammsitz in Bielefeld, versteht sich das Unternehmen als führenden Anbieter spezieller Anwendungen und Lösungen von papierbasierten Transportverpackungen. Sowohl als Papierhersteller als auch als Systementwickler werden Kunden in ganz Europa mit umweltfreundlichen Produkten beliefert.

Die Stadt Marsberg bedankt sich ausdrücklich bei der Firma Sprick GmbH & Co sowie bei der Firma Geise Elektrotechnik GmbH für die guten kooperativen und vertrauensvollen Gespräche mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Marsberg und des Hochsauerlandkreises sowie der Verwaltungsleitung, die die Ansiedlung und Umsiedlung möglich machen.

Zusammen mit dem Verkauf einer Erweiterungsfläche von gut 3.000 Quadratmetern im September 2019 an eine bereits ansässige Spedition, sind somit über 75.000 Quadratmetern Gewerbe- und Industriefläche in Westheim II verkauft. Auch für die noch verbleibende Fläche von knapp 10.000 Quadratmetern gibt es einen Investor, mit dem man in der zweiten Vertragsphase ist. Auch hier ist in Kürze ein Abschluss zu erwarten.

Es gab tatsächlich zahlreiche Hürden und Herausforderungen zur Realisierung der Ansiedlungen zu meistern. Jetzt gilt es weiter nach vorne zu schauen.

Wirtschaftsförderin Michaela Schröder

„Wir sind sehr froh, diese Ansiedlungen in Marsberg umsetzen zu können. Unser Dank gilt allen Beteiligten für die sehr gute und zielstrebige Zusammenarbeit“, fasst es Frank Linnekugel als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH und Leiter des Fachdienstes Regionalentwicklung/Strukturförderung zusammen.

„Es gab tatsächlich zahlreiche Hürden und Herausforderungen zur Realisierung der Ansiedlungen zu meistern“, so Michaela Schröder, Wirtschaftsförderin der Stadt Marsberg, und schließt sich dem Dank an alle Beteiligten an. „Jetzt gilt es weiter nach vorne zu schauen und an der Vermarktung bestehender und Entwicklung neuer Gewerbeflächen für die hiesigen Unternehmen konsequent weiter zu arbeiten.“

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