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Grünes Licht für Neubau: Helminghausen bekommt eigenes Feuerwehrgerätehaus

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Von: Kristin Sens

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Ortsausgang Helminghausen Ortsausgangsschild Feuerwehrgerätehaus
Am Ortsausgang von Helminghausen in Richtung Padberg soll das Feuerwehrgerätehaus entstehen. © Kristin Sens

Nachdem der Grundstückserwerb durch die Stadt vor wenigen Tagen vorunterzeichnet wurde, machte nun auch der Marsberger Rat den Weg frei für die weitere Planung des Feuerwehrgerätehauses in Helminghausen.

Marsberg - Dem Entwurf zufolge beläuft sich die Kostenschätzung auf rund 574.000 Euro. Mittel in Höhe von 300.000 Euro werden im Haushaltsplan für das Jahr 2021 bereitgestellt, weitere 14.000 Euro für 2022 veranschlagt. Die Verwaltung wurde gleichzeitig beauftragt, einen Antrag auf Fördermittel bei der Bezirksregierung zu stellen. 260.000 Euro sind bereits im Etat des laufenden Jahres, u.a. für den Grunderwerb, eingestellt.

Der aktuelle Brandschutzbedarfsplan wird über 2022 hinaus fortgeschrieben. Stadtbrandmeister Josef Straub hatte der Verwaltung zuvor ein neues Fahrzeugkonzept sowie den aktualisierten Funktions- und Stellenplan vorgelegt. Der Ausschuss entschied, die Beschaffung eines Fahrzeugs für Essentho vorzuziehen, offen ist noch der Typ.

Investitionen - Förderungen - Konzepte

Die vom Land zugewiesene Sportpauschale 2020 wird in voller Höhe (60.000 Euro) dem Stadtsportverband zur Verteilung an die Sportvereine zur Verfügung gestellt. Durch nicht verwendete oder umgewidmete Mittel aus 2018 (8.063 Euro) und 2019 (rund 26.000 Euro) kann bei Anträgen des Vorjahrs die Förderung nachträglich aufgestockt werden. Anträge der Vereine in diesem Jahr werden in Gänze gefördert .

Größeren Gesprächsbedarf gab es beim Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten. Christian Böttcher, Fraktionssprecher der Grünen, monierte, angesichts der hohen Beträge, die Eile. Amtsleiter Hubert Aßhauer machte geltend, dass es einen Termindruck gibt. Einig war man sich, dass bezüglich der Folgekosten eine einheitliche Regelung gefunden werden muss und zudem ein Pflegekonzept zu entwickeln ist.

Die Tarifstruktur für Gruppen und Vereine sieht im Hallenbad keine Pauschale mehr vor, sondern einen pro-Kopf-Betrag von 1,50 Euro pro Teilnehmer. Auf den Weg gebracht wurde außerdem ein Straßen- und Wegekonzept. Es ist ab 2021 Voraussetzung für Fördermittel im Zusammenhang mit den Straßenausbaubeiträgen.

Die Stadt wird sich zudem um Fördermittel aus einem Landesprogramm „zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren“ bemühen. Der Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent (knapp 20.000 Euro) wird über einen Drei-Jahres-Zeitraum bereitgestellt.

Lillianna Brinke ist vom Stadtrat für weitere fünf Jahre zur Ersten Schiedsfrau für den Schiedsamtsbezirk Marsberg ernannt worden. Auch ihr Stellvertreter Michael Aßhauer bleibt im Amt.

„Gute Noten“ von der Gemeindeprüfungsanstalt

Noch in diesem Jahr – früher als erwartet – soll die letzte Tranche aus dem Stärkungspakt an die Stadt ausgezahlt werden, teilte der Bürgermeister mit. Insgesamt hat die Stadt dann 7,3 Millionen Euro an Konsolidierungshilfen seit 2012 erhalten. 2021 muss Marsberg aus eigener Kraft und ohne Ausgleichsrücklagen einen ausgeglichenen Haushalt schaffen, danach ist man wieder „sein eigener Herr“.

Erfreuliches berichtete auch Michaela Schröder, Leiterin Stadtmarketing, zum Gewerbegebiet Westheim II. In der letzten Woche seien zwei Verträge unterzeichnet worden: Die bereits ortsansässige Firma Geise Elektrotechnik hat weitere 31.000 Quadratmeter erworben. Das Bielefelder Unternehmen Sprick (Produzent von Papier und Wellpappe sowie Verpackungssystemen) nennt nun 41.000 Quadratmeter sein Eigen. Bereits vor einem Jahr hat ein heimischer Logistiker sich um 3.000 Quadratmeter erweitert.

„Hinter den Kulissen war richtig was los – aber wir haben hart gearbeitet“, sagte Schröder. Sie erinnerte an die archäologischen Grabungen zwischen 2017 und 2019 – dabei hätten Investoren schon 2016 bereit gestanden. Zu guter Letzt machte eine Stromtrasse noch Ärger. Insgesamt sind nun 75.000 Quadratmeter vermarktet –die restlichen 10.000 Quadratmeter stünden kurz vor dem Abschluss.

„Eine geordnete Finanzsituation“

Mit einem Überschuss von rund 1,4 Millionen Euro schließt die Kommune ihren Haushalt 2019 ab. Mit insgesamt 3,8 Millionen Euro an Ausgleichsrücklagen hinterlasse man zum Ende der Wahlperiode den Nachfolgern im Rat „eine geordnete Finanzsituation“, so Hülsenbeck. Auch die „Altlasten“ bei den Jahresabschlüssen sind inzwischen vollständig aufgearbeitet.

Die September-Sitzung war die letzte Ratssitzung in dieser Legislaturperiode. Die konstituierende Sitzung des neuen Rates findet am 5. November, nach einem Gottesdienst in der Propsteikirche, in der Schützenhalle Niedermarsberg statt.

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