„Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen"

Heimat-Preis 2019: Bürgermeister Klaus Hülsenbeck würdigt das ehrenamtliche Engagement

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Zum ersten Mal vergab die Stadt Marsberg (li. Bürgermeister Klaus Hülsenbeck) den Heimat-Preis des Landes Nordrhein-Westfalen. Gewürdigt wurde die Arbeit des Marsberger Heimatbunds, des Oldtimer-Clubs Westheim und des Vereins zur Erhaltung und Pflege der Paulinenquelle.

Marsberg - „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen – Wir fördern, was Menschen verbindet“ – unter diesem Motto hat das Land Nordrhein-Westfalen ein neues Förderprojekt ins Leben gerufen. Ein Teil dieses Förderprojekts ist die Verleihung eines Heimat-Preises.

Mit dem „Heimat-Preis“ möchte das Land Nordrhein-Westfalen herausragendes Engagement in den Kreisen, Städten und Gemeinden in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Neben der Wertschätzung für die geleistete Arbeit verbindet sich damit auch die Chance, vor Ort in der Gesellschaft über das Thema „Heimat“ zu diskutieren. 

Preise sind neben Lob und Anerkennung zugleich immer auch Ansporn für andere. Mit dem Heimatpreis sollen außerdem neue Interessierte ermutigt werden, sich für ihre Heimat zu engagieren, denn Heimat braucht immer auch weitere und neue Unterstützer. 

Der Marsberger Rat hat in seiner Sitzung im November 2018 beschlossen, erstmalig im Jahr 2019 den „Heimat-Preis“ der Stadt Marsberg auszuloben. 

Dank der entsprechenden Mittelzuweisung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen standen Preisgelder in Höhe von 5000 Euro zur Verfügung. 

Eine neutrale Jury, bestehend aus Rats- und Verwaltungsmitgliedern hat unter dem Vorsitz von Bürgermeister Klaus Hülsenbeck beschlossen, dass das Preisgeld auf drei Engagements oder Projekte aufgeteilt werden soll, mit gestaffelten Preisgeldern von 2500 Euro, 1500 Euro und 1000 Euro. 

Auszeichnungsvorschläge konnten die Ortsbürgermeister sowie die Ratsmitglieder machen. 

Es wurden den Landesvorgaben entsprechend folgende kommunale Preiskriterien festgelegt: 

1. Das Engagement muss auf dem Gebiet der Stadt Marsberg erfolgen beziehungsweise deren Bürgern zugute kommen. 

2. Das Engagement sollte nachhaltig für zukünftige Generationen wirken. 

3. Das Engagement muss sich einem konkreten, aktuellen Projekt oder in einer dauerhaften und regelmäßigen Tätigkeit zeitlich widerspiegeln. 

4. Das Engagement muss die ausdrückliche Akzeptanz der Bevölkerung, wie etwa eines Ortsteils oder Ortsbereichs haben. 

Ausgeschlossen von der Förderung sind Engagements/ Projekte, für die andere Fördermöglichkeiten aus öffentlichen Mitteln bestehen, sowie Engagements/ Projekte von Körperschaften des öffentlichen Rechts. 

Einstimmig legte sich die Jury auf folgende Preisträger fest: 

1000 Euro gehen an den Verein zur Erhaltung der Pflege der Paulinenquelle. Die Paulinenquelle in Niedermarsberg ist ein lohnendes Ausflugsziel für Jung und Alt. Besonders das Wasserspiel ist ein Blickfang. „Leider wurden die Paulinenquelle und das örtliche Umfeld in der Vergangenheit oft Opfer von Verunreinigungen und Vandalismus – jedoch haben fleißige Marsberger sich nicht entmutigen lassen und sind trotz aller negativen Umstände immer wieder zur Sauberhaltung, Verschönerung und sogar zur Beseitigung der Schäden bereit erklärt“, so Bürgermeister Klaus Hülsenbeck. 

1500 Euro gehen an den Oldtimer-Club Westheim Die Aktiven des Oldtimer-Clubs Westheim haben in einer einzigartigen Leistung gezeigt, was mit ehrenamtlichen Kräften umgesetzt werden kann. Ohne öffentliche Gelder ist es ihnen gelungen, ein altes landwirtschaftliches Gebäude zu einem Museum umzubauen. „Durch diese Maßnahme haben sie einen hohen Beitrag zur Dorfverschönerung geleistet und damit auch die Attraktivität der Gesamtstadt Marsberg gesteigert“, so Klaus Hülsenbeck weiter. 

2.500 Euro gehen an den Marsberger Heimatbund für das über 35-jährige ehrenamtliche Engagement beim Kilianstollen. Im Besucherbergwerk Kilianstollen wird die über tausend Jahre alte Tradition des Stadtberger Kupferbergbaus sichtbar gemacht werden. Der Marsberger Heimatbund als Betreiber der Anlage hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses alte Bergwerk als technisches Baudenkmal zu erhalten und zu pflegen. Das Besucherbergwerk Kilianstollen wurde nach dreijähriger Bearbeitung am 26. Mai 1984 eröffnet – zunächst nur Grube Oscar – und konnte in diesem Jahr im Mai sein 35-jähriges Bestehen feiern. Schon drei Jahre nach der Eröffnung, am 23. April 1987, war auch die Grube Friederike begehbar. Ein Grubenzug verbindet heute die beiden Grubenfelder Oscar und Friederike durch einen 1000 Meter langen Verbindungsstollen, der von den Bergleuten in der Zeit zwischen 1912 und 1916 geschaffen worden war. Als „Besucherbergwerk Kilianstollen“ ist jetzt eine Strecke von fast 4000 Metern für Gäste und Einheimische befahrbar.

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