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Hohe Preise machen zu schaffen

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Die Biogasanlage verschafft der Stadt Marsberg einen Kostenvorteil von rund 275.000 Euro. Obwohl ihr Betrieb einen Jahresfehlbetrag in gleicher Höhe aufwirft, wären die Belastungen ohne sie doppelt so hoch (geschätzte 551.000 Euro). Zu diesem Ergebnis kommt der fortgeschriebene Wirtschaftlichkeitsplan der Stadtwerke für das Jahr 2013.

Hintergrund: Die Stadtwerke betreiben seit 2006 in Leitmar eine Biogasanlage mit dem Ziel, durch die Aufbereitung der Gülle den Gewässerschutz zu stärken. So wurden die Aufwendungen für eine kostenintensivere Wasseraufbereitungsanlage in Vasbeck eingespart. Dem Betriebsausschuss wurden auch der Jahresabschlussplan der Stadtwerke für 2011, die Zwischenberichte für das laufende Jahr sowie der Wirtschaftsplan für 2013 vorgelegt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für 2011 weist einen Jahresfehlbetrag von rund 251.400 Euro für die Wasserversorgung und einen Überschuss von rund 101.300 Euro für die Abwasserentsorgung auf. Dementsprechend wurden für 2012 die Abwassergebühren gesenkt und die Gebühren für die Wasserversorgung angehoben. Da das Gesamtergebnis zu einem negativen Betrag führt, können für 2011 keine Gewinne an die Stadt abgeführt werden. Zu schaffen machten den Stadtwerken die erhöhten Preise für Rohstoffe und Strom. Im Jahr 2011 waren 25 Beschäftigte im Stellenplan ausgewiesen. Die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich für beide Betriebszweige um rund 1,4 Millionen auf 34,5 Millionen Euro. Im laufenden Jahr bewegten sich die Erträge und Aufwendungen für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung im Bereich der angesetzten Größen.

Es wird mit einem Jahresüberschuss von rund 110.000 Euro für die Wasserversorgung und knapp 135.000 Euro für die Abwasserentsorgung gerechnet. Für das Jahr 2013 ist ein Jahresüberschuss von 65.000 Euro für die Wasserversorgung und knapp 335.000 Euro für die Abwasserentsorgung kalkuliert. Material- und Personalkosten werden den Aufwand für die Wasserversorgung in die Höhe treiben. Für 2013 sind rund 1,2 Millionen Euro für Investitionen in Erneuerung und Erweiterung des Rohrnetzes eingeplant.

Im Bereich Abwasser verursachen Abschreibungen und Zinsaufwendungen die höchsten Kosten. Sie gehen auf Investitionen der Vorjahre zurück. Für das Jahr 2013 sind Investitionen von rund 2 Millionen Euro für Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen geplant.

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