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Hospizverein Marsberg blickt auf ereignisreiches Jahr präsentiert neue Homepage

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Gabi Klose (li.) und Laura Edel stellten die neue Homepage und den neuen Flyer des Katholischen Hospizvereins Marsberg vor.
Gabi Klose (li.) und Laura Edel stellten die neue Homepage und den neuen Flyer des Katholischen Hospizvereins Marsberg vor. © Kristin Sens

Marsberg –„Ab einem gewissen Punkt wird Sterben einfach - aber der Weg dahin ist schwer“, erklärt Gabi Klose, eine der beiden Koordinatorinnen des ambulanten Hospizdienstes Marsberg. „Es ist teilweise belastend, aber man lebt auch bewusster und wir lachen auch viel“, bestätigt Laura Edel. Und wenn man Gabi Klose und Laura Edel so ansieht, glaubt man das auf Anhieb.

An der Wand ihres Büros im St.-Marien-Hospital hängt ein Spruch, der das bestätigt: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Klose sagt: „Das Leben hat einen anderen Wert bekommen. Ich rege mich nicht mehr so schnell auf.“ Sie habe gerade im letzten Jahr beobachtet, wie die Hospizarbeit sie verändert habe. „Das Thema bringt ein ganz großes Geschenk mit sich: Lebensfreude“, pflichtet Edel ihr bei. Aber eigentlich wollen die beiden gar nicht so viel über sich sprechen, sondern über das berichten, was der Katholische Hospizverein Marsberg geleistet hat und was für das laufende Jahr geplant ist. 

„Wir haben ein ereignisreiches Jahr hinter uns“, berichtet Laura Edel und verweist auf 53 abgeschlossene Sterbebegleitungen. Das geht nur dank der vielen Ehrenamtler. 26 engagieren sich zurzeit im Verein. Sie betreuen die Sterbenden und immer öfter würden sie nach Hause eingeladen. Dazu kommen die Kooperationen mit allen Marsberger Einrichtungen, das Programm „Hospiz macht Schule“, mit dem der Verein in die Grundschulen geht, Spenden-Aktionen und Aufklärungstage – und natürlich das Café Lichtblicke, in dem sich Trauernde einmal im Monat treffen können. 

Schulungen für Sterbebegleiter

Zukünftig will man „Hospiz macht Schule“ auch in die weiterführenden Schulen tragen. Noch im März soll ein neues Angebot zur Trauerbegleitung starten, ergänzend zu dem bestehenden Café Lichtblicke. Gegen Ende des Jahres wird es wieder eine Schulung für Sterbebegleiter geben; ein erster Infotag dazu findet am 2. April um 19 Uhr in der Alten Propstei statt. Der rund 90 Stunden umfassende Befähigungskurs dauert ungefähr ein halbes Jahr und findet alle 14 Tage alternierend an einem Abend in der Woche sowie an einem Wochenende (Freitag/Samstag) statt. Für alle Ehrenamtler ist zudem ein Einkehrtag in der Abtei Königsmünster in Meschede geplant. Helfen könne man im Übrigen auch, wenn man sich eine Sterbebegleitung nicht zutraue. So würden immer wieder mal Leute für einen Fahrdienst gesucht. Besonders stolz sind die beiden Koordinatorinnen auf die neue Homepage, den neuen Flyer und das neue Logo des Vereins. Offener und mit mehr Leichtigkeit werden hier die Angebote des Vereins - die sich ausdrücklich nicht nur an Angehörige des katholischen Glaubens richten - vorgestellt. Das runde Symbol des Logos erinnert eher an eine Hebammen-Praxis aber vielleicht ist das ja auch gar nicht so verkehrt: Nur dass sie nicht ins Leben, sondern aus dem Leben helfen. Den Sterbenden falle es häufig leichter, mit ihnen als mit den eigenen Angehörigen über das nahe Ende zu sprechen. Die Sterbebegleiter sehen sich oft in der Rolle eines Vermittlers. Sie beraten Angehörige, wie sie ihren Lieben die letzten Stunden etwas komfortabler machen können. Daneben vermitteln sie Kontakte, wie zum Beispiel zum Palliativnetzwerk. Versorgungslücken werden abgedeckt, „damit Sterben auch zuhause möglich ist und man nicht mehr auf den letzten Metern noch ins Krankenhaus muss“, erklärt Edel. Bei der Jahreshauptversammlung des Hospizvereins wurde der Vorstand wiedergewählt - ein Hinweis, wie gut der Verein aufgestellt ist.

Informationen im Internet 

www.hospizverein-marsberg.de

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