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Marsberg will zukünftig das Klima stärker in den Blick nehmen

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Von: Kristin Sens

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In Marsberg soll ein Klimabeirat gegründet und ein Klimaschutzkonzept erarbeitet werden.
In Marsberg soll ein Klimabeirat gegründet und ein Klimaschutzkonzept erarbeitet werden. © stockWERK - Fotolia

Marsberg – Welche Auswirkungen haben kommunale Entscheidungen auf das Klima? Diese Abwägung soll zukünftig Bestandteil jeder Beschlussvorlage des Stadtrates sein.

Zudem soll ein Klimabeirat gegründet und ein Klimaschutzkonzept erarbeitet werden. Diese Beschlüsse gehen auf einen Antrag von Bündnis 90/ Die Grünen zurück, den diese bereits Ende April eingereicht hatten. Weil das Antragsschreiben von der Verwaltung nicht rechtzeitig weitergeleitet wurde, war das Thema zur Beratung in die Fraktionen verwiesen worden. 

Grünen-Fraktionssprecher Christian Böttcher hatte sich darüber zunächst irritiert gezeigt. Im Antrag wurde zudem kritisch angemerkt, dass Anfragen der Grünen zur Nutzung von Photovoltaik und Nahwärme bei öffentlichen Gebäuden seit Jahren unbeantwortet bleiben. Nun schlug Böttcher aber versöhnliche Töne an: „Durch die zeitliche Verzögerung hat tatsächlich eine konstruktive interfraktionelle Zusammenarbeit stattgefunden.“ Folglich stieß das Antragspaket parteiübergreifend auf breite Zustimmung und wurde einstimmig verabschiedet. 

Man verständigte sich lediglich, das Vorhaben auf den Beginn der neuen Legislaturperiode – bekanntlich sind im Herbst Kommunalwahlen – zu verschieben. Das mache besonders im Hinblick auf die Besetzung des neu zu gründenden Klimabeirats mehr Sinn. 

Einig war man sich auch, dass dieser paritätisch mit Ratsmitgliedern, Verwaltungsfachleuten und Bürgern besetzt werden solle. Ein Klimaschutzkonzept ist bereits 2013 erarbeitet worden. Der Klimabeirat solle beauftragt werden, es auf den heutigen Stand zu bringen. 

„Es geht darum, dass wir jetzt für die Zukunft entscheiden. Wir müssen die Dinge vorausschauend bearbeiten“, so Böttcher. Die Stadt habe „eine öffentliche Verantwortung“ und müsse sich „bewusst mit dem Thema Nachhaltigkeit und Klimarelevanz“ auseinandersetzen. Ratsmitglied Frank Folcz (CDU) schlug vor, in der Verwaltung eine halbe Stelle zu schaffen, zur Koordination und Kontrolle aller klimarelevanten Belange. „Wir sollten das Klima zu einer der Hauptaufgaben der nächsten Jahre machen“, betonte er. „Es geht darum, auch dran zu bleiben“, mahnte Böttcher abschließend.

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