Wie geht Freundschaft?

Marsberger Grundschule begeht ökumenische Kinderbibeltage

+
Was ist ein Freund? Fragen rund um das Thema „Freundschaft“ wurden Schülern aus dem Einzugsbereich der Marsberger Grundschule auf den ökumenischen Kinderbibeltagen beantwortet.

Marsberg - 138 Kinder der ersten bis vierten Klassen aus dem Einzugsbereich der Marsberger Grundschule kamen an drei Nachmittagen in die Hauptschule, um unter der Leitung von Pfarrer Markus Pape und Gemeindereferent Manuel Kenter die ökumenischen Kinderbibeltage zu begehen. Unterstützt wurden sie von circa 30 ehrenamtlichen Helfern, Erwachsene und Jugendliche.

„Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt“, sangen einst die Comedian Harmonists. Nicht jeder ist mit Freunden gesegnet, hat den Mut, auf andere zuzugehen oder hat vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht. Wie kann man Freunde gewinnen? Welche Tipps gibt es dazu? Was macht einen Freund oder eine Freundin aus? Diese Fragen können die teilnehmenden Kinder der Bibeltage nun beantworten. 

Freundschaft nach biblischem Vorbild

„Freunde fürs Leben“ war die große Überschrift, die diese drei Tage bestimmte. Biblische Grundlage war die Freundschaftsgeschichte von den zwei jungen Männern Jonatan und David. Jonatan, Sohn von Israels König Saul, wächst im Königspalast auf. David ist Sohn einer „Großfamilie vom Land“ und verbringt seinen Alltag als Hirte unter Schafen. Gott bestimmt ihn als zukünftigen König. Sie begegnen sich am Königshof und sind sich trotz ihrer Unterschiedlichkeit auf Anhieb sympathisch. 

Die Fragen: Was macht Freundschaft aus? Wie stehen Freunde füreinander ein? beschäftigten die Kinder. Sie erfuhren, dass Freundschaft die Grenze von Arm und Reich überwindet und nicht nach Milieus fragt. Freundschaft überwindet soziale Grenzen. 

Sich offen begegnen, einander "anschauen"

Freundschaft heißt, sich offen begegnen können, einander „anschauen“, miteinander über alles reden können, auch über Gott und den Glauben. Freundschaft zeigt sich darin, dass man sich in schwierigen Situationen hilft und miteinander durch dick und dünn geht. Mithilfe von Bibeltheater, gespielt von einigen ehrenamtlichen Mitarbeitern, wurde die Geschichte von Jonatan und David zusätzlich spielerisch veranschaulicht. Als Begleitfigur wurde das außerirdische flippige Mädchen Filea (von Philos = Freund) eingesetzt. Sie ist eine Prinzessin aus einer anderen Welt und hat keine Ahnung was Freundschaft ist. Es wurde zudem viel gesungen, gebetet, gespielt und gebastelt. Freundschaftsarmbänder wurden geflochten, Steine und T-Shirts angemalt, Bilderrahmen gestaltet, eine Memoleiter sowie ein Freundschaftskreis aus Peru gebastelt. 

An der Farbe der T-Shirts konnte man die Jahrgangsstufe der Kinder erkennen. Was ihnen am besten gefallen hat? Lana, 1b : „T-Shirts anmalen“, Lara, 2c: „Freundschaftsarmbänder machen“, Melia, 2c: „Dass wir immer so tolle Lieder gesungen haben“, Lovis, 4a: „Dass man alles zusammen machen kann, dass niemand ausgeschlossen wird“, Bruno, 1a: „Steine anmalen und Kuchen essen“. 

Über 400 Stücke Streuselkuchen wurden an zwei Tagen verzehrt, am dritten Tag gab es belegte Brötchen. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Am Ende des dritten Tages fand ein Abschlussgottesdienst in der Aula statt, bei dem es einen Rückblick auf die Geschichten von Jonatan und David gab. Hierzu waren auch die Eltern der Kinder eingeladen. 

Man konnte miterleben, dass ein tolles Gemeinschaftsgefühl im Raum lag und die Begeisterung beim lautstarken Singen der Lieder kam deutlich zum Ausdruck, besonders beim allseits beliebten Lied „Ich bin ein Bibelentdecker“ zum Ende des Gottesdienstes. Zum Abschluss gab es Würstchen vom Grill auf dem Schulhof, selbstgemachte Salate und Getränke für alle Beteiligten. Auch „Freunde fürs Leben“ haben sich sicher gefunden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare