Bewältigung von Gefahrstoffeinsätzen

Marsberger Löschgruppen mit Not-Dekon-Sets für ABC-Einsätze ausgestattet

Der Leiter des Arbeitskreises ABC der Feuerwehr Marsberg, Matthias Mönnighoff (rechts), hat die Not-Dekon-Sets für alle Löschgruppen im Stadtgebiet zusammengestellt.

Marsberg. Einen großen Schritt für die Bewältigung von Einsätzen mit Gefahrstoffen konnte die Feuerwehr der Stadt Marsberg im vergangenen Jahr vollziehen: Sämtliche Einheiten des Stadtgebiets konnten mit sogenannten Not-Dekon-Sets (Not-Kontaminations-Sets) ausgestattet werden.

Damit ist es jeder Löschgruppe möglich, Erstmaßnahmen bei Gefahrstoffeinsätzen einzuleiten und kleinere Einsatzlagen mit Gefahrstoffen selbständig zu beginnen.

Diese Sets Entsprechen den Vorgaben des Hochsauerlandkreises, der vor einigen Jahren ein Drei-Stufen-Konzept für die Bewältigung von Gefahrstoffeinsätzen entwickelt hat. Da die ersten beiden Stufen in der Verantwortung der Städte und Gemeinden verbleiben, ist es unbedingt notwendig, dass alle Einheiten im Stadtgebiet die Erstmaßnahmen eigenständig beginnen können. Dies schließt unter anderem die Not-Dekontamination (Reinigung) von Verletzten mit ein, sodass eine medizinische Versorgung schneller eingeleitet werden kann.

Neben einfach handhabbaren Geräten zur Dekontamination sind in den Sets Atemluftfilter und Literatur zur Ermittlung von Gefahrstoffen enthalten. Die erfolgreiche Bewältigung von Gefahrstoffeinsätzen beginne mit der ersten Löschgruppe am Einsatzort, so Matthias Mönnighoff, Leiter des Arbeitskreises ABC der Feuerwehr Marsberg. Dafür sind jetzt alle Einheiten entsprechend ausgerüstet.

Für größere Einsatzlagen mit Gefahrstoffen wird im Stadtgebiet entsprechende Ausrüstung in Marsberg und Westheim bereitgestellt; zudem ist der Löschzug Marsberg in einem kreisweiten ABC-Messzug eingebunden.

Die Zusammenstellung der Sets übernahm Brandoberinspektor Matthias Mönnighoff vom Löschzug Marsberg.

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