Stadt Marsberg informiert

Marsberger Stadtarchiv lädt zum Stöbern ein

Blick auf die Diemelbrücke und den Eresberg 1911 – Sammlung Felix Bieker.

Marsberg. Wer an Archiv denkt, hat meist abgelegte, alte Papiere und Akten sowie Sachen im Sinn, die keiner mehr wirklich benötigt. Wer einmal das Stadtarchiv Marsberg besucht, wird schnell eines Besseren belehrt.

Die Stadt Marsberg: „Sie wollten schon immer etwas über Ihre Familie erfahren? Wie hieß eigentlich meine Urgroßmutter? Haben wir schon immer in unserem Ort gewohnt? Wer Glück hat, findet im Stadtarchiv erste Ansätze. Ahnenforschung kann spannend sein; so steht in der Geburtsurkunde eines Kindes meist der Beruf der Eltern oder in der Heiratsurkunde der Wohnort der Brautleute. Damit ist das Stadtarchiv durchaus eine ganz persönliche Fundquelle! Und möchte nicht schließlich jeder wissen, woher er stammt? Schon mal Kurrentschrift gelesen? Es kann durchaus faszinierend sein, eine fast 800 Jahre alte Akte selber in den Händen zu halten. Wie haben die Menschen damals geschrieben? Welche Begriffe wurden verwendet, die vielleicht schon längst nicht mehr geläufig sind? Geschichte und vor allem Lokalgeschichte einmal nicht aus Geschichtsbüchern, sondern aus zeitgenössischen Dokumenten zu erfahren; wer hat schon diese einmalige Möglichkeit? Kriminalfälle, kleine Gaunereien, Richter, Delinquenten, harte Strafen und Henker, all das hat es auch in unserem Raum gegeben. Recherchen an der richtigen Stelle geben Einblick in das Alltagsleben unserer Vorfahren.

Wie hat der Ort, in dem ich lebe, einmal ausgesehen? Erkenne ich ihn wieder? Eine umfangreiche Bildersammlung kann auch hierüber Aufschluss geben; genauso wie eine Kartensammlung von Orts- und Straßenkarten vieler Marsberger Gemeinden. Chroniken diverser Ortsteile befassen sich mit der Geschichte und der Entwicklung derselben.

Schon mal in den Gesetzen des Kaiserreichs gestöbert? Im Stadtarchiv Marsberg ist das möglich. Ebenso die Gemeinderatsprotokolle der seinerzeit noch eigenständigen Gemeinden sind teilweise ab Mitte des 19. Jahrhundert vorhanden.

Wer es lieber etwas ,aktueller’ mag, findet eine Reihe von Zeitungen und Zeitschriften, häufig vom heutigen Datum an, viele Jahrzehnte zurück. Zeitgeschehen, Politik, Nachrichten aus der Umgebung und vieles mehr einfach mal wieder nachgelesen. Aber auch so ,einfache’ Dinge wie die Abi-Zeitung meines Jahrgangs kann ich im Stadtarchiv finden; kenne ich wirklich noch alle Namen meiner Mitschüler? Daneben haben diverse Festschriften und zudem Jubiläumsdrucke meines heimischen Sport-, Gesangs- oder Kolpingvereins ihren Platz im Archiv. Schule, Kirche, Gemeindeleben, Geschichte und Weltpolitik, Vieles lässt sich erforschen und nachlesen.“

Das Stadtarchiv Marsberg (Bahnhofstraße 11, rechts neben dem Eingang der Bibliothek) ist freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Unter Tel. 0 29 92/97 91 65 können für montags bis donnerstags Benutzungstermine vereinbart werden.

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