Keine zweite Amtszeit

Marsbergs Bürgermeister Klaus Hülsenbeck tritt 2020 nicht nochmal an

+
Ehrenvolle Aufgabe: Klaus Hülsenbeck - hier beim Neujahrsempfang der Stadt - will aus persönlichen Gründen nicht erneut als Bürgermeister kandidieren.

Marsberg – „Das Herz sagt ja, aber die enorme, auch gesundheitliche, Belastung lässt es nicht zu, für eine weitere Amtszeit zu kandidieren“, teilt Marsbergs Bürgermeister Klaus Hülsenbeck am Donnerstagabend in einer Pressemitteilung mit. Bei der Kommunalwahl im September 2020 wird er somit nicht erneut antreten und anderen Kandidaten den Vortritt lassen.

„Es war bisher eine spannende und schöne, aber auch eine sehr anspruchsvolle Zeit“, so der Bürgermeister weiter. Neben den bekannten Altlasten im Finanzbereich seien weitere Herausforderungen hinzugekommen. Die Windkraftbelastungen seien ebenso zusätzlich und ungeplant wie die Flüchtlingswelle und der erfolgreiche Einsatz für den Arztsitz am Marsberger Krankenhaus gewesen. Lange Krankheits- und Ausfallzeiten von leitenden Mitarbeitern mussten gemeinsam kompensiert werden. 

"Belastbarkeitsgrenzen werden überschritten"

„Rund fünf Jahre mit in der Regel sehr hohem zeitlichem Einsatz kann man nicht so einfach wegstecken. Belastbarkeitsgrenzen werden überschritten, die Regenerationsphasen reichen bei Weitem nicht aus. Die Sechs- bis Sieben-Tage-Woche und viele Abendveranstaltungen, auch wenn sie überwiegend angenehm waren und mir Freude bereitet haben, tragen ihren Teil dazu bei“, erklärt Hülsenbeck seine Entscheidung. 

„Die Stadt Marsberg ist heute grundsolide aufgestellt, rechnerisch in der Kernverwaltung schuldenfrei und jetzt gilt es, mit neuem Schwung und mit viel Aufwand nach vorn zu arbeiten“, so Hülsenbeck. 

Einsatz bis zum letzten Arbeitstag

Ein frischer, kreativer, unverbrauchter Wind sei nötig. „Deshalb werde ich für die nächste Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung stehen. Ich bitte das so zu akzeptieren und bedanke mich ausdrücklich für die Unterstützung und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger, das der Kolleginnen und Kollegen sowie das der Politik –und zwar parteiübergreifend“, gibt der Bürgermeister bekannt. „Es ist mir eine Ehre für sie und für unsere Stadt Marsberg arbeiten zu dürfen und ich werde mich bis zu meinem letzten Arbeitstag für die Stadt Marsberg und ihre Bürgerinnen und Bürger einsetzen.“ 

Hülsenbeck: „Die Vergangenheit ist aufgearbeitet, die Gegenwart kann sich mehr als sehen lassen und für die Zukunft ist schon vieles (Wirtschaftsförderung, Digitalisierung, Kindergärten, Schulen, Sport- und Freizeitanlagen, Stadtbücherei, Archiv...) auf den Weg gebracht.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare