Große Rauchsäule von Weitem sichtbar

Maschine in einem metallverarbeitenden Betrieb setzt Halle in Brand

Brand Helix Marsberg Feuerwehr
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Der Brand in der metallverarbeitenden Firma wurde mithilfe von Pulver gelöscht.

Marsberg. Zu einem Großbrand mussten die Feuerwehr und die Polizei am Montagmorgen gegen 10.40 Uhr zur Straße "Unterm Ohmberg" in Niedermarsberg ausrücken. Von dort war ein Feuer in einem metallverarbeitenden Betrieb gemeldet worden, bei dem die Flammen bereits aus dem Gebäudedach geschlagen haben. Aus bislang ungeklärter Weise war eine Maschine in der Fertigungshalle in Brand geraten.

Als die Wehren aus Marsberg und Obermarsberg bereits bei der Anfahrt von Weitem eine große Rauchsäule sahen, wurden sofort die Löschgruppen aus Erlinghausen, Westheim und Hoppecke nachgeordert. Direkt nach Eintreffen wurde zusätzlich eine zweite Drehleiter aus Brilon sowie ein weiterer Pulverlöschanhänger mit 250 Kilogramm Löschpulver aus Hoppecke nachgefordert, der Erste war bereits durch die Marsberger Wehr im Einsatz. 

Wie Pressesprecher Frank Steker berichtete, befanden sich in der brennenden Halle Tiegel mit flüssigem Aluminium. Das Dach war über die Hälfte des Gebäudes sehr schnell durchgebrannt. Deshalb wurde zu Beginn sowohl von innen als auch von außen mit Pulver gelöscht, ein Einsatz von Wasser zu diesem Zeitpunkt hätte eine riesige Explosion zur Folge gehabt. Erst nach Abdeckung der Aluminiumtiegel wurde mit Wasser weiter abgelöscht. Bei dem Brand wurden neben der großen Dachfläche auch ungefähr ein Drittel der Gießerei selbst beschädigt. Hier wurden Maschinen und Wände in Mitleidenschaft gezogen. Verletzte waren nicht zu verzeichnen, der Rettungsdienst, der mit zwei Fahrzeugen und einem Notarztwagen vor Ort war, konnte nach Untersuchung einiger Mitarbeiter auf Rauchgasvergiftung Entwarnung geben. Die Löschgruppen waren mit 70 Mann und elf Wagen mehrere Stunden lang im Einsatz. Anschließend fanden noch Überprüfungen des Brandherdes mit der Wärmebildkamera statt. Alfons Kleffner war der Einsatzleiter, der im Nachhinein vom Kreisbrandmeister Bernd Krause unterstützt wurde. Zur Schadenhöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden, zur Ursachenermittlung wurde ein Brandermittler der Kreispolizeibehörde Hochsauerland eingeschaltet. Die Anwohner wurden durch Lautsprecherdurchsagen vorsichtshalber gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

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