Herz des Dorfes aufwerten

Meerhofer Verein „Klassengeist“ plant neue Natur- und Freizeitangebote

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Gegenstand der Bürgerversammlung in Meerhof war die Neugestaltung des Dorfmitte. Der Startschuss dazu fällt im Frühjahr 2020.

Meerhof - Vor vollbesetzten Stuhlreihen begrüßte der Meerhofer Verein „Klassengeist“ alle Interessierten, die der Einladung zur Bürgerversammlung zum Thema Neugestaltung der Dorfmitte gefolgt waren. Die Plätze auf der Achse Feuerwehrhaus-Alte Schule- Kindergarten sollen aufgewertet und in ihrer Funktion erweitert werden.

Die Idee zur Neugestaltung der Plätze entstand bereits 2015, die erste Ideenskizze vom Landschaftsplaner gab es 2016. 2018 entstand das IKEK (Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept) Marsberg „Mitte Meerhof“. Bis zur Bewilligung der Förderung durch die Landesregierung dauerte es bis zum Sommer 2019. 

Die Fördersumme von insgesamt 288.000 Euro übernimmt zu 65 Prozent das Land, 19 Prozent die Stadt. Die Meerhofer sind über eine finanzielle Beteiligung des Klassengeist Meerhof in Höhe von 35.000 Euro sowie tatkräftiger Mitarbeit am Projekt beteiligt. Die Umsetzung ist ab dem Frühjahr 2020 geplant und soll bis zum Schützenfest am ersten Juli-Wochenende abgeschlossen sein. Die voraussichtliche Bauzeit soll circa 12 bis 14 Wochen dauern. 

Karl Scheili, verantwortlicher Landschaftsplaner vom Planungsbüro „Stadt und Natur“ aus Kassel, stellte an diesem Abend die konkreten Pläne vor, wobei hin und wieder auch klar wurde, dass „einige Dinge erst dann entschieden werden, wenn es soweit ist.“ 

Der Ehrenmalsplatz soll eine größere Aufpflasterung bekommen. Ein Brunnen aus Naturstein, der sprudelt, mit einem kleinen Bachlauf soll den Platz deutlich aufwerten. Es soll eine gepflasterte Basalfläche entstehen, wo Wasser entlang fließt und wieder zurückgepumpt wird. 

Vorzeigeprojekt aus Eigenleistung

Die Verbindungsachse zur Alten Schule soll ein Spielangebot vorhalten. Ein Niedrigseil-Parcour und eine Vogelnestschaukel sind hier vorgesehen. Des Weiteren sollen Mehrgenerationsgeräte aufgestellt werden, wie ein Schultertrainer und ein Pedalo für die Knie. Eine Rasenfläche kann als Bolzplatz mit Kleintoren zur Verfügung gestellt werden. Eine neue Asphaltfläche und hochwertiges Pflaster sollen die vorhandene Terrasse aufwerten und mit Bistrotischen sowie - stühlen ausgestattet werden. Sitzgelegenheiten am Ehrenmal sollen ebenfalls entstehen. 

Im Bereich „Alte Schule“ ging es unter anderem um die Anschaffung von Fahrradständern, die Errichtung eines Sandspielplatzes und eines Bouleplatzes. Auf Nachfrage sprach sich eine deutliche Mehrheit per Handzeichen jeweils dafür aus. Im Bereich des Dorfplatzes ging es außerdem noch um die Größe der Pflasterfläche, um die Gestaltung des Randes zur Dalheimer Straße, der Zu- und Abfahrtswege für die Feuerwehr, Bodenhülse und Stromanschluss für den Weihnachtsbaum sowie die Bepflanzung und Linienführung der Sichtachsen. Einige dieser Punkte „müssen im Detail in der Baumaßnahme geklärt werden“, so Scheili. 

Er betonte, dass Projekte mit Eigenleistung immer gern als Vorzeigeprojekte gefördert werden. „Das hier ist eine tolle Resonanz heute. Ich bin guter Dinge, dass sich im Frühjahr genug Helfer finden werden“, so seine abschließende Einschätzung angesichts der großen Zuhörerschaft.

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