Vertreterversammlung

Nach Fusion der Volksbank: Aufsichtsrat ist mit Bilanzzahlen zufrieden

Volksbank Vertreterversammlung Hochsauerland
+
Altersbedingt und auf Grundlage des Fusionsvertrages wurde das Aufsichtsgremium auf zwölf Mitglieder reduziert: (v.l.) Dirk Lüddecke (Vorstandssprecher), Detlev Eßbach (Aufsichtsratsvorsitzender), Felix Hagelüken, Angelika Luckey, Thomas Kuhn und Dr. Stefan Eckhardt.

Die Volksbank im Hochsauerland hielt jetzt ihre Vertreterversammlung in komplett digitaler Form ab. Mittels eines Livestreamings konnten die insgesamt 66 zugeschalteten Vertreter den Berichten von Vorstand und Aufsichtsrat verfolgen und abstimmen

Marsberg/Hochsauerland – Aufsichtsratsvorsitzender Josef Schörmann: „Wir laden unsere Vertreter satzungskonform 14 Tage vorher ein. Zu diesem Zeitpunkt war eine Präsenzveranstaltung nicht durchführbar. Daher haben wir in diesem Jahr eine digitale Versammlung abgehalten. Zum Ende des letzten Jahres hatten wir Corona-bedingt schriftlich abgestimmt. Ziel ist es aber, zukünftig wieder mit den Vertretern persönlich zu sprechen. Denn das macht das Geschäftsmodell unserer Genossenschaftsbank unter anderem aus.“

Mit den Bilanzzahlen der im Jahr 2019 fusionierten Bank waren die Beteiligten zufrieden. „Wir haben im zweiten Corona-Jahr wieder hervorragend gearbeitet und dabei die Schutzverordnungen sehr gut umgesetzt. So waren wir jederzeit in der Lage, unsere Kunden optimal zu beraten. Entweder in der Bank, per Telefon oder digital per Videochat. Die gesundheitliche Sicherheit unserer Mitarbeiter, Mitglieder und Kunden war dabei jederzeit gewährleistet“, betont Vorstandssprecher Dirk Lüddecke.

Geschäftsjahr 2020 war von hohen Zuwächsen auf beiden Seiten der Bilanz geprägt

Das Geschäftsjahr 2020 war von hohen Zuwächsen auf beiden Seiten der Bilanz geprägt. Die Ausleihungen konnten um 5 Prozent gesteigert werden. Die Einlagen sogar um satte 10,3 Prozent. „Speziell zum Jahresende hin führte der Lockdown zu einem reduzierten Ausgabeverhalten, so dass die Gelder vornehmlich auf den Girokonten geparkt wurden. Allein im letzten Quartal wuchsen die Einlagen nochmal um 3 Prozent gegenüber dem Jahresdurchschnitt“, berichtet Dirk Schulte, Vorstandsmitglied in Eslohe.

Das Gesamtkundenvolumen, also sämtliche Einlagen und Kredite bei der Bank und den Verbundpartner wuchs ebenfalls um knappe 10 Prozent. „Ein Vertrauensbeweis in unsicheren Zeiten“, freut sich Dirk Schulte.

Zugangswege und Bezahlverhalten haben sich stark verändert

Eine klare Tendenz ist auch ohne Corona zu erkennen: „Die Zugangswege und das Bezahlverhalten haben sich stark verändert. Barzahlungen lassen nach, kontaktlose und digitale Zahlungen gehen deutlich nach oben. Die Automatenfrequenz hat sich im Laufe des Jahres um bis zu 30 Prozent reduziert. Im gleichen Maße stieg die Nutzung der bankeigenen Girocard, die bis zu einem Betrag von 50 Euro auch kontaktlos eingesetzt werden kann“, erklärt Vorstandsmitglied Hans-Jochen Zöllner.

Vorstandssprecher Dirk Lüddecke hatte ja bereits im August verkündet, dass er seinen zum Ende des Jahres 2021 auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängert. Nachfolger und neuer Vorstand für den Marktbereich Marsberg wird Dr. Stefan Eckhardt, der bislang das Vorstandsressort Steuerung in der Bank verantwortet. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe mit dem Ziel, die erfolgreiche Arbeit meines Kollegen Dirk Lüddecke in Marsberg fortzusetzen“ erklärt Dr. Stefan Eckhardt. Dirk Lüddecke fügt hinzu: „Mit der Besetzung von Stefan Eckhardt als Marktvorstand in Marsberg löst die Bank auch ein Fusionsversprechen hinsichtlich der dauerhaften Präsenz eines Marktvorstandes für die Marsberger Region ein.“

Dirk Schulte bleibt Vorstand in Eslohe und Oeventrop, Hans-Jochen Zöllner verantwortet weiterhin die Marktfolge.

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat

Aber auch im Aufsichtsrat ergaben sich personelle Veränderungen. Altersbedingt und auf Grundlage des Fusionsvertrages wurde das Aufsichtsgremium auf zwölf Mitglieder reduziert. Der Vorsitzende Josef Schörmann aus Kirchrarbach beendet nach 15 Jahren – davon sieben Jahre als Vorsitzender – altersbedingt seine Tätigkeit. Als sein Nachfolger wurde Detlev Eßbach aus Marsberg vom neuen Aufsichtsgremium gewählt. Des Weiteren wurden Angelika Luckey aus Marsberg, Johannes Bette und Joachim Dolle aus Oeventrop sowie Thomas Klauke aus Bödefeld verabschiedet. In ihren Ämtern bestätigt wurden Felix Hagelüken und Thomas Kuhn aus Marsberg sowie Lioba Kotthoff aus Remblinghausen. Neu gewählt wurde Dr. Peter Vormweg aus Oeventrop. „Mit dem Ausscheiden der Aufsichtsratskollegen geht auch eine Ära zu Ende. Ich freue mich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit“, so Detlev Eßbach.

Die Vertreter votierten alle Beschlüsse mit großer Mehrheit inklusiv einer 2-prozentigen Dividende für das zurückliegende Geschäftsjahr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare