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Neuer „Natur-Wander-Treffpunkt Dütlingstal“ lädt zum Verweilen ein

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Natur-Wander-Treffpunkt Dütlingstal Marsberg
Für Menschen aller Altersgruppen: Der neue „Natur-Wander-Treffpunkt Dütlingstal“ lädt mit dem renaturierten Erlenbach, einer die Sitzgelegenheiten umgebende Hainbuchenhecke und einem großen „Fünf-Sterne-Insektenhotel“ zum Verweilen ein. © Privat

Die Bürgerhilfe Marsberg hat mit ihrem Projektverantwortlichen Ralf Walfort im idyllisch gelegenen Dütlingstal des Wohngebietes „Meisenberg“ einen Wandertreffpunkt und Ruheplatz geschaffen, der in unmittelbarer Nähe zum naturbelassenen, renaturierten Erlenbach gelegen ist. 

Marsberg – Der Bürgerhilfe Marsberg ist es wichtig, lokales Umwelt-Engagement von Bürgern und Vereinen zu unterstützen, auch um andere zu inspirieren, sich ebenfalls in diesem Sinne zu betätigen. Dem Verein ist dies bereits mit der im Stadtzentrum gelegenen Bürgerwiese ein besonderes Anliegen gewesen. Ebenfalls großen Wert legt man auch auf eine diversifizierte Strategie, das heißt eine solche, die den Gedanken des Umweltschutzes möglichst barrierefrei und wohnortnah zu den Bürgern bringt und somit niederschwellig zum Mitmachen einlädt, insbesondere durch Aktionen und Projekte, die gleichzeitig auch einen Mehrwert generieren, der hier in der Bildung einer Gemeinschaft, der Möglichkeit des Kennenlernens von Nachbarn und damit nicht zuletzt auch der Förderung von Geselligkeit besteht.

Treffpunkt für alle Altersgruppen

Bei dem neuen Projekt „Natur-Wander-Treffpunkt Dütlingstal“ wurde 2019 die Marsberger Bürgerhilfe auf den Rastplatz – bereits seit 2015 von Ralf Walfort ehrenamtlich gepflegt – aufmerksam. Man war sich schnell einig, dass dieser Ort mehr zu bieten hat als nur eine Ruhebank. Es wurde daraufhin mit Unterstützung von Stadtmarketing und Stadtverwaltung ein Konzept entwickelt, nach dessen Genehmigung ein Antrag als Kleinprojekt bei der Leader-Region HSK gestellt werden, welche eine Förderung in Höhe von 9.500 Euro zusagte. 20 Prozent dieser Summe musste der Verein beisteuern.

Seit dem Spätsommer 2020 wurde in vielen Stunden ehrenamtlicher, durch Fachfirmen ergänzter Arbeit der „Natur-Wander-Treffpunkt Dütlingstal“ erstellt. Dieser soll zunächst Ausgangs- und Endpunkt der Waldroute eines Wanderweges sein. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit der Zusammenkunft mit Personen aller Altersgruppen, wozu zwei barrierefrei erreichbare Sitzgruppen geschaffen worden sind. Dies kommt natürlich nicht nur den Wanderern zugute, sondern auch den Anwohnern, zu denen auch die Kinder, Eltern und Mitarbeitenden des nahegelegenen Kindergartens wie auch die Bewohner der benachbarten Einrichtungen des Landschaftsverbandes gehören.

Es entstand somit ein Treffpunkt, der Menschen aller Altersgruppen zur Verfügung steht. Die besondere Attraktivität des Platzes liegt in der unmittelbar benachbarten, ungestörten Natur begründet, die am Natur-Wanderer-Treffpunkt erlebbar ist. Hierzu trägt neben dem renaturierten Erlenbach eine die Sitzgelegenheiten umgebende Hainbuchenhecke ebenso bei wie ein großes „Fünf-Sterne-Insektenhotel“, dessen Anfertigung vor allem Michael Hefer zu verdanken ist. Die Kinder des Familienzentrums „Casa Magnus“ haben eine Patenschaft für zwei Waben übernommen und diese auch bestückt. Im Zwischenbereich ist mittels von den Anwohnern gesammeltem Blumensamen eine Blühwiese entstanden, die zusätzlich Insekten anziehen soll, damit deren Bestand erhalten und gemehrt wird.

Damit die gesamte Anlage bezogen auf den Naturschutz sach- und fachgerecht erstellt werden konnte, erhielten Ralf Walfort und sein Projekt-Team tatkräftige Unterstützung durch Norbert Schröder vom Verein für Natur- und Vogelschutz im HSK (VNV). Das sachgerechte Bepflanzen begleitete Dag Hibbel als gelernter Gärtner.

Infotafel über das Dütlingstal

Eine Wanderkarte, nach der die Wanderer immer wieder gefragt hatten, gibt zusätzliche Informationen und ist eine weitere Bereicherung. Da das Dütlingstal aber noch mehr zu bieten hat als die Blühwiese mit dem Insektenhotel, haben die Experten des heimischen Geoparks „Grenzwelten“, Gerd Rosenkranz und Manfred Pauly, inzwischen eine Infotafel über den geschichtlichen und geographischen Hintergrund des Dütlingstals angefertigt. Die beiden haben viele spannende und interessante Details entdeckt und in einer Grafik sowie in einem kurzen Text zusammengefasst.

Das gesamte Projekt verbindet damit bürgerschaftliches Engagement und Zusammenhalt im „Quartier“ mit der Stärkung des Bewusstseins für Natur- und Klimaschutz. Die Erweiterung des Lebensraums für Flora und Fauna gewinnt dabei durch die Multifunktionalität des Projekts einen Nutzen, der es in besonderer Weise auch nachhaltig, kommunikativ und inspirierend zu einer Nachahmung einladend werden lässt. Dies hat sich bereits in der Umsetzungsphase des Projektes gezeigt, während der sich nicht nur Mitglieder des Vereins, sondern auch Nachbarn uneigennützig eingebracht haben.

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