1. SauerlandKurier
  2. HSK
  3. Marsberg

Der neue Marsberger Bürgerbus nimmt auch Rollstühle mit

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Kristin Sens

Kommentare

Feierlich enthüllten (v.li.) der Vorsitzende Hubert Aßhauer, der stellvertretende Bürgermeister Johannes Wüllner und Geschäftsführer Michael Breier das Neufahrzeug. Foto: Sens
Feierlich enthüllten (v.li.) der Vorsitzende Hubert Aßhauer, der stellvertretende Bürgermeister Johannes Wüllner und Geschäftsführer Michael Breier das Neufahrzeug. © Kristin Sens

Marsberg. Nach knapp einjähriger Vorbereitungszeit nahm der Bürgerbusverein Marsberg, sehr zur Freude seiner 15 Fahrer, ein neues Fahrzeug in Betrieb.

Der Mercedes Sprinter verfügt über acht Fahrgastplätze. Neu ist der Lift, mit dem nun auch Rollstuhlfahrer im Bus befördert werden können. Die 56.000 Euro Anschaffungskosten wurden durch das Land Nordrhein-Westfalen finanziert. „Der Bürgerbus fährt dort, wo ein regulärer öffentlicher Personennahverkehr wirtschaftlich nicht mehr tragbar ist“, erläuterte der Vorsitzende des Bürgerbusvereins Hubert Aßhauer. Nach dem Prinzip „Bürger fahren Bürger“ ist der Bürgerbus mithilfe ehrenamtlicher Fahrer im Einsatz. Unterstützt werden die Bürgerbusvereine in NRW durch eine jährliche Pauschale, überwiegend finanzieren sie sich aber durch Spenden und Sponsoring. 

Der stellvertretende Bürgermeister Johannes Wüllner hob in seinem Grußwort die gesellschaftliche Bedeutung dieses bürgerlichen Engagements hervor: „Mobilität ist besonders im ländlichen Raum unheimlich wichtig, vor allem angesichts des wachsenden Anteils älterer Menschen.“ Das vergleichsweise dichtere Haltestellennetz erlaubt auch Menschen, die nicht mehr so gut laufen können, am öffentlichen Leben teilzuhaben. „Die Leute sind froh, nicht abgehängt zu sein“, so Wüllner. Propst Meinolf Kemper zeigte bei der Segnung des Fahrzeugs Parallelen zwischen dem Glaubensweg und den Fahrten des Bürgerbusses auf. Pfarrer Markus Pape hob mit dem Verweis auf das Bibelzitat „Einer trage des Anderen Last“ den solidarischen Aspekt hervor.

Im September 2009 war der Bürgerbusverein gegründet worden und wies seitdem immer gute, leicht steigende Fahrgastzahlen aus. Der alte Bus hatte seit seiner Inbetriebnahme rund 166.500 Kilometer Fahrleistung erbracht.

Auch interessant

Kommentare