Amtseinführung am Sonntag, 29. September

Neue Regionalpfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer tritt ihren Dienst an

Kathrin Koppe-Bäumer übernimmt ab 1. September die neu geschaffene Stelle der Regionalpfarrerin.

Brilon/Marsberg/Olsberg/Bestwig/Medebach – Zur heutigen Region 8 des Evangelischen Kirchenkreises Soest Arnsberg gehören die Auferstehungskirchengemeinde Olsberg-Bestwig und die Kirchengemeinden Brilon, Marsberg und Medebach. Die Idee, die zu dieser Kooperation führte: In Zeiten, in denen Gemeindeglieder weniger werden, Kirchensteuereinnahmen sinken und die Aussicht auf weniger Pfarrstellen im Raum steht, soll weiterhin evangelisches Leben in der Sauerländer Diaspora möglich sein.

Um diesen Prozess kreativ und konstruktiv zu gestalten, wurde der Region 8, die im Kirchenkreis die größte Fläche aufweist, eine ganze zusätzliche 100-Prozent-Pfarrstelle zugewiesen. 

Mit Unterstützung von zwei auswärtigen Moderatoren haben Delegierte aus allen vier Presbyterien die Rahmenbedingungen für diese Stelle entwickelt und sich dafür ausgesprochen, die Stelle mit Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer zu besetzen, die seit 2009 Öffentlichkeitsreferentin im Kirchenkreis Arnsberg ist und seit Oktober 2012 auf einer halben Gemeindepfarrstelle in Brilon arbeitet. 

Kathrin Koppe-Bäumer wird am Sonntag, 29. September, im Rahmen des diesjährigen regionalen Wandergottesdienstes in Bredelar um 13 Uhr von Superintendent Dieter Tometten eingeführt. Zuvor verabschiedet die Briloner Gemeinde sie um 9 Uhr in der Stadtkirche mit einer kurzen Segnung. Zwischen Abschied und Einführung findet der Wandergottesdienst der vier Gemeinden statt. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr vor der katholischen Kirche in Giershagen. Über die Kluskirche führt die Route an der Diemel entlang bis nach Bredelar. Unterwegs gestalten Vertreter der Gemeinden die einzelnen Gottesdienststationen. Nach der Einführung sind alle zu einem Imbiss eingeladen. 

Die Pfarrstelle der Region 8 ist an den Kirchenkreis Soest-Arnsberg angebunden. So muss kein Presbyterium zusätzliche Mitglieder gewinnen, die Pfarrstelleninhaberin kann, wenn es die Sache erfordert, mit beratender Stimme in allen Gemeinden an Sitzungen teilnehmen. Ein Koordinierungsausschuss, in den jede Gemeinde je ein theologisches und ein ehrenamtliches Mitglied entsendet und die Pfarrerin ein oder zwei Menschen zu ihrer Unterstützung benennen darf, begleitet die Arbeit. 

Ziel: Aufbau eines Netzwerks

Ziel ist der Aufbau eines Netzwerks tragfähiger Beziehungen zwischen den vier Kirchengemeinden. Es geht um Gemeindeaufbau in der Region, Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen und um gemeindeübergreifende Projekte in der Konfirmanden- und Jugendarbeit. Kathrin Koppe-Bäumer wird in allen Gemeinden Gottesdienste halten und die Erstellung eines regionalen Predigtplans, in dem sich die Pfarrer gegenseitig vertreten, vorbereiten. Weitere Arbeitsinhalte ergeben sich aus dem weiteren Prozess. 

Da die einzelnen Aufgaben und Projekte an wechselnden Orten verankert sein werden, wird Kathrin Koppe-Bäumers Büro an ihrem Wohnsitz in Meschede sein. Über Telefon, E-Mail und Messenger-Dienste wird sie gut erreichbar sein. 

Kathrin Koppe-Bäumer sagt zur Stelle, die sie am 1. September antritt: „Ich freue mich, dass der Koordinierungsausschuss mir sein Vertrauen ausgesprochen und der Kreissynodalvorstand mich in diese Stelle gewählt hat. Ich bin gespannt auf die Arbeit in der Region, auf die Menschen, denen ich dort begegnen werde. Ich bin 59 Jahre alt und finde es wunderbar, dass ich am Ende meiner Amtszeit mit anderen zusammen dieses Experiment wagen kann. Sicher bin ich, dass ich die Erfahrungen, die ich in unterschiedlichen Pfarrstellen gesammelt habe, hier gut einbringen kann. Die Sitzungen im Koordinierungsausschuss sind bisher vielversprechend gewesen: Unterschiedliche Standpunkte wurden ausgesprochen, Einigungen wurden erzielt und Energie und Neugier auf einander haben sich entwickelt. Ich hoffe, dass der Funke auf viele in den Gemeinden überspringt.“ 

Mitglieder des Koordinierungsausschusses sind Pfarrer Dietmar Schorstein (Auferstehungskirchengemeinde), Claudia Bork-Thiel und Pfarrer Rainer Müller (Vorsitz) (Brilon), Dr. Knut Linsel und Pfarrer Markus Pape (Marsberg), Birgit Schäfer und Pfarrer Uwe Steinmann (Medebach) sowie Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer (Region). 

Die frei werdende halbe Pfarrstelle in Brilon wird voraussichtlich zum 1. Oktober mit einer jungen Gemeindediakonin mit 100 Prozent Dienstumfang besetzt.

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