Konzept für Bahnsteige und Busbahnhof

Neugestaltung: Bahnhof Marsberg wird behindertengerecht umgebaut

Der Marsberger Bahnhof soll behindertengerecht umgebaut werden: Neben der Anhebung der Bahngleise sollen ein neuer Außenbahnsteig sowie zwischen Bahnhofsvorplatz und Gleis 2 eine Fußgängerüberführung (Treppe) errichtet werden – optional sind auch Aufzüge geplant.
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Der Marsberger Bahnhof soll behindertengerecht umgebaut werden: Neben der Anhebung der Bahngleise sollen ein neuer Außenbahnsteig sowie zwischen Bahnhofsvorplatz und Gleis 2 eine Fußgängerüberführung (Treppe) errichtet werden – optional sind auch Aufzüge geplant.

Marsberg – Der Bund und das Land NRW fördern derzeit den barrierefreien Umbau/Ausbau von Bahnhöfen. Für den möglichen Umbau des Bahnhofes in Marsberg hat der Zweckverband Nahverkehr Westfalen - Lippe (NWL) ein Planungsbüro beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu erstellen.

Im November vorigen Jahres war Vertretern der Verwaltung das Konzept zur Bahnhofsumgestaltung und zur Umgestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) vorgestellt worden. Es sieht unter anderem vor, dass die Bahnsteige von 38 auf 76 Zentimeter (Oberkante Gleis bis Oberkante Bahnsteig) angehoben werden. Für das Gleis Richtung Hagen wird ein neuer Außenbahnsteig gebaut – mit direktem Zugang zur vorhandenen Park-and-Ride-Fläche an der Straße „An den Gleisen“. Zwischen Bahnhofsvorplatz und Gleis 2 soll eine Fußgängerüberführung (Treppe) errichtet werden – optional sind auch Aufzüge geplant. Weiterhin ist ein barrierefreier Kombibahnsteig Bus/Bahn geplant sowie die Umgestaltung der Flächen vor dem Bahnhof (öffentliches WC, Fahrradboxen, Taxistände, Parkplätze). Durch Anhebung des Bahnsteigs soll künftig auch ein ebenerdiger Zugang zum Bahnhofsgebäude möglich sein.

Zur Zufriedenheit von Verwaltung und Rat beeinträchtigen diese Planungen nicht die geplante Umgestaltung des Knotenpunktes Bahnstraße/ An der Bahn/ Bahnhofstraße, dem der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss bereits Juli 2018 zugestimmt hatte. Die Umsetzung sollte eigentlich bereits für das Haushaltsjahr 2019 eingeplant werden. Nachdem erste Pläne für den Umbau von Bahnhof und Busbahnhof bekannt wurden, wollte man zunächst sicherstellen, dass sich der Knotenpunktumbau und die Umgestaltung von Bahnhof und ZOB nicht gegenseitig behindern. 

Aufzug dringend notwendig

Neuralgischer Punkt ist der Parkplatz südwestlich des Bahnhofsgebäudes, der nach den Vorstellungen des Planungsbüros zum Omnibusbahnhof umgebaut werden soll. Haltemöglichkeiten von bis zu vier Bussen sollen hier entstehen. Sofern Busse nur vom Kreisel aus einfahren und in Richtung Bahnübergang wieder ausfahren, kann der geplante Straßenverlauf des Knotenpunkts beibehalten werden. In Höhe des zukünftigen ZOB ist eine Querungshilfe (Mittelinsel) geplant. Die Umgestaltung des Knotenpunktes kann nach jetzigem Stand zeitlich unabhängig von einem barrierefreien Umbau von ZOB und Bahnhof erfolgen. Nach Vorlage einer aktualisierten Kostenschätzung, wäre es am Rat, zu entscheiden, ob die Baumaßnahme im kommenden Jahr umgesetzt wird. 

Während der Straßenumbau im Verantwortung der Kommune liegt, erfolgen die Maßnahmen zur Umgestaltung des Bahnhofes (Bahnsteigerhöhung, Außenbahnsteig, Fußgängerüberführung) durch den NWL, beziehungsweise die DB. Mit Ratsbeschluss vom vorigen Donnerstag hat der NWL nun grünes Licht, die entsprechenden Entwurfs- und Kostenplanungen für die Maßnahme Bahnhof/ZOB zu beauftragen. Die Kosten dafür trägt der NWL. Nach Vorlage der Entwurfsplanung ist zu entscheiden, ob durch die Stadt Marsberg für den Umbau ein Förderantrag gestellt wird. Die Förderquote liege bei 90 Prozent, sei aber nach oben gedeckelt. 

Auf Betreiben der Fraktionsvorsitzenden Peter Prümper und Eberhard Banneyer ist in den Ratsbeschluss der Zusatz aufgenommen worden, dass der Bau einer Aufzuganlage dringend notwendig sei, anderenfalls sei der behindertengerechte Umbau des Bahnhofs eine Farce. Ratsmitglied Manuela Köhne regte zudem an, den P+R-Platz in die Planung einzubeziehen, damit der bisher wenig genutzte Parkplatz attraktiver werde. Tatsächlich wird es, abgesehen von Behindertenparkplätzen, nach jetzigem Planungsstand am Bahnhofsgebäude nur noch wenig Parkmöglichkeiten geben.

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