Die Kernstadt feiert

Niedermarsberg ist bereit für das 44. Stadtschützenfest am Wochenende

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Das amtierende Stadtschützenkönigspaar Franziska und Alexander Luckey kommt aus Beringhausen. Wer sein Nachfolger wird, entscheidet sich am kommenden Wochenende, 17. und 18. August.

Niedermarsberg – Warum sollte man das 44. Stadtschützenfest am 17. und 18. August dieses Jahres in Niedermarsberg besuchen? „Nein, so ganz typisch für die Kernstadt wird das Fest sicher nicht“, so die diesjährigen Veranstalter, die Schützenbruderschaft St. Magnus Niedermarsberg 1843. „Es gibt kein Freibier (sorry) und somit auch keine kleinen Gläser. Dafür ist der Eintritt am Samstag zum Festball mit 3 Euro vergleichsweise günstig (am Sonntag entfällt dieser ganz).“

Trotzdem sind die Stadtschützenfeste gegen den Trend: Verzeichnen in anderen Städten und Gemeinden Schützenfeste eher geringere Besucher- und Umsatzzahlen (was dazu führt, dass andernorts ernsthaft über eine Verschiebung auf Freitag bis Sonntag anstelle des bisherigen Ablaufs diskutiert wird), sind die Stadtschützenfeste im Stadtgebiet Marsberg in den letzten Jahren kontinuierlich erfolgreicher geworden. Woran das liegt? „Schwer zu sagen. Möglicherweise entsteht in der Stadt ein ,Wir’-Gefühl; bringt Marsberg doch die ein oder andere Besonderheit mit: geografisch und im Blick auf die Mentalität fest im Sauerland verwurzelt, dazu jedoch ‚Randlage‘ zu Ostwestfalen, dem Paderborner Land, dem Altkreis Büren oder gar den hessischen (besser: Waldecker) Nachbarn. So gibt es seit der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975 eine eher überschaubare, gemeinsame Historie. Und doch ist es zu spüren, dieses ,Wir-‘Gefühl“, so die Schützenbruderschaft weiter. 

"Wir-Gefühl" ist zu spüren

Wenn sich der Musiker aus Meerhof bei einer Currywurst in die Hofdame aus Beringhausen verguckt. Wenn man beim Toilettengang den seit Jahren aus den Augen verlorenen, alten Biolehrer trifft und beim folgendem, gemeinsamen Bierchen über die „guten alten Zeiten“ klönt. Wenn in der „Waffenkammer“ (über deren Sinnhaftigkeit an dieser Stelle nicht diskutiert werden sollte) eine spontane, diverse Dörfer umfassende Gruppendynamik entsteht, die für alle Beteiligten unvergessen bleibt. Also: Es sind unzählige kleine Dinge, die Gemeinschaft ausmachen. Und in diesem Jahr ist den Schützen von „St. Magnus“ wichtig, alles dafür zu tun, dass sich genau dieses Flair entfalten kann. 

Mit einem hohen Maß an Herzblut hat die Schützenbruderschaft in mehrmonatiger Arbeit in diversen Ausschüssen alles dafür getan, dass sich alle Gäste „auffe Halle“ (ja, die Niedermarsberger Grammatik ist speziell) maximal wohlfühlen werden. Wer weiß, welche neuen, kleinen Geschichten zukünftig erzählt werden können: der erste gemeinsame Tanz am samstagabendlichen Festball mit den „Flames“? Das erste „Eierbacken“ bei wem auch immer bis zum Morgengrauen? Der sportliche Aspekt eines Vogelschießens, wo wirklich jeder „draufhält“? Ein Gänsehautmoment in der Kirche, wenn der Musikverein Marsberg kraftvoll mit „Tochter Zion“ den Ausmarsch einleitet? „Finden wir es heraus, wenn unsere Stadt zum 44. Mal zusammen feiert“, lädt die Schützenbruderschaft Niedermarsberg ein.

Weitere Infos unter https://44mal.stmagnus-niedermarsberg.de

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