Marsberger bei Regionalrunde auf viertem Platz

Origineller Ansatz

Würfelglück und eine rasche Auffassungsgabe waren beim Regionalentscheid von „Spielend Russisch“ gefragt. Nicole Stankalla und Diana Schira vom Carolus-Magnus-Gymnasium kamen auf den vierten Platz. Foto: Kristin Sens

Sich zusammen mit einem Tandempartner – von dem einer russische Vorkenntnisse hat, der andere nicht – in einem bundesweiten Wettbewerb spielerisch zu messen, ist ein reizvoller und origineller Ansatz und senkt die Hemmschwelle, sich dem Russischen zu nähern, befand Prof. Dr. Waltraud Wende, Bildungsministerin in Schleswig-Holstein. Sie ist eine der 15 Schirmherrinnen des Bundescups „Spielend Russisch lernen“. Am Marsberger Carolus Magnus-Gymnasium ( CMG) fand am Mittwoch das Finale einer Regionalrunde statt.

Im ersten Durchgang spielte das Schülerpaar vom Friedrichsgymnasium in Kassel gegen das Willibrordgymnasium in Emmerich, die Gesamtschule Friedrich von Spee, (Paderborn) gegen die Alte Landesschule, Korbach – und Diana Schira und Nicole Stankalla vom Carolus-Magnus-Gymnasium ( CMG) traten gegen das St.-Franziskus-Gymnasium in Olpe an. Dabei galt es, mittels des Sprachspiels „New Amici!“ Begriffe und Phrasen vom Russischen ins Deutsche zu übersetzen. Im zweiten Durchgang mussten für deutsche Begriffe die russischen Entsprechungen gefunden werden. Im Finale setzte sich das Team der Alten Landesschule Korbach durch. Olpe kam auf den zweiten Platz, Emmerich auf den dritten Platz. Im „kleinen Finale“ erspielte sich das Team aus Marsberg den vierten Platz. Die Sieger fahren Ende Oktober zum Bundesentscheid im Europapark Rust. Den dortigen Gewinnern winkt eine Reise nach Russland.

Rund 5.000 Schüler von 202 Schulen in ganz Deutschland haben 2014 an dem Wettbewerb teilgenommen, berichtete Projektleiterin Irene Österle. Der Wettbewerb findet zum siebten Mal statt, das CMG sei von Anfang an dabei gewesen, sagte stolz Russischlehrer und Regional-Koordinator Klaus Dropmann.

„Ein Festtag der russischen Sprache“

Zum dritten Mal ist Marsberg Gastgeber eines Regionalentscheids. Parallel fanden für Schüler der neunten Klassen „Schnupperstunden“ mit dem „Russomobil“ statt sowie für die ausgeschiedenen Schüler Sprachanimationen mit der „Russisch kommt“-Box. „Das ist heute ein Festtag der russischen Sprache“, freute sich Dropmann. Die begleitenden Lehrer machten sich zwischenzeitlich mit dem „kleinen Einmaleins der Pressearbeit“ vertraut.

Der Stellvertretende Bürgermeister Johannes Wüllner bescheinigte dem engagierten Pädagogen: „Dank Herrn Dropmann hat Russisch am Carolus-Magnus-Gymnasium einen sehr hohen Stellenwert.“ Er lobte zudem die „tiefe Auseinandersetzung mit europäischen Gedanken und Problemen“, welche die Schule, unter anderem durch den Austausch mit Schulen in Frankreich, Ungarn und Großbritannien pflege. „Eine gemeinsame Sprache hilft Vorurteile abzubauen.“ (Von Kristin Sens, marsberg@sauerlandkurier.de)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare