Bürger beteiligen

Pläne zum Rathausanbau werden der Öffentlichkeit vorgestellt

Rathaus Rathausanbau Marsberg
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An dieser Seite des Rathauses soll der Anbau errichtet werden. Vorsorglich wurde bereits im vorigen Jahr der Baumbestand entfernt.

Auf der Tagesordnung der Juni-Ratssitzung stand eigentlich der Grundsatzbeschluss über den geplanten Anbau am Rathaus in der Variante, die vom Arbeitskreis Rathaus favorisiert wird.

Marsberg – Auf Antrag der SPD, dem in der Sitzung alle Fraktionen zustimmten, wird die Entscheidung darüber nun in die erste Ratssitzung nach der Sommerpause verschoben, um zunächst die Pläne der Öffentlichkeit vorzustellen. Ein erster Termin im Juli steht bereits fest (siehe Infos unten).

Wie berichtet, beschäftigt sich die Stadt mit diesem Thema bereits seit mehreren Jahren. Wegen Corona wurde das Projekt voriges Jahr jedoch aufs Eis gelegt. Die dringend erforderliche Sanierung des Gebäudes in der Bredelarer Straße in dem derzeit das Sozialamt untergebracht ist, war der Ausgangspunkt der Überlegungen. Dazu kommt, dass im eigentliche Rathaus kein behindertengerechter Zugang in die oberen Etagen besteht. Die durch das Architekturbüro Kepplin vorgeschlagene Variante bietet Lösungen für beide Problematiken.

Mehrgeschossiger Neubau

Sie sieht einen mehrgeschossigen Neubau mit einer Grundfläche von circa 350 Quadratmeter je Geschoss an der Nordseite des Rathauses vor, aus Brandschutzgründen mit einem Abstand von 5 Metern zum Bestand. Beide Gebäudeteile werden durch einen Verbindungstrakt miteinander verbunden, in dem neben dem Aufzug auch eine Behindertentoilette eingebaut werden soll. Durch den Anbau würden zusätzlich zwei Besprechungsräume und 26 Büroarbeitsplätze auf insgesamt 1.350 Quadratmeter Fläche entstehen. Der momentane Bedarf für die Mitarbeiter des Sozialamtes liegt bei 16 Arbeitsplätzen. Das alte Rathaus wurde bereits energetisch durch neue Fenster, Dämmung der Dachgeschossdecke und LED-Beleuchtung ertüchtigt. Im Zuge der Errichtung des Anbaus soll die bestehende Heizungsanlage des Rathauses durch eine Wärmepumpe ergänzt werden und dann das Gesamtgebäude versorgen.

Entgegen früherer Planungen wird beim Rathausanbau inzwischen eine Variante mit Steildach favorisiert. Nun sind die Bürger gefragt.

Die Bürger hätten zukünftig nur noch eine Anlaufstelle für alle Dienstleistungen und auch für die Verwaltung selbst ergeben sich durch die Konzentrierung an einem Standort Synergieeffekte. Auch für die interne IT-Struktur sind kurze Wege vorteilhaft. Die Kosten für diese Variante belaufen sich nach aktuellen Schätzungen auf rund 2,3 Millionen Euro. Ein Aus-/ Umbau am derzeitigen Standort des Sozialamtes in vergleichbarer Größenordnung würde dagegen rund 3,5 Millionen Euro kosten. Ein etwaiger Grunderwerb und die Schaffung neuer Parkplätze käme noch hinzu.

Die Pläne sollen den Bürgern in den nächsten Wochen Corona-konform im Rahmen mehrerer kleinerer Präsentationsgespräche vorgestellt werden. An den jeweiligen Terminen stehen sowohl der Bürgermeister als auch der verantwortliche Architekt für Fragen und Anregungen zu Verfügung. Nach erfolgtem Ratsbeschluss könnte der Baubeginn für 2022 ins Auge gefasst werden. Fertigstellung wäre dann voraussichtlich 2024.

Weitere Infos

Die Termine sind der Homepage der Stadt Marsberg www.marsberg.de zu entnehmen. Die erste Veranstaltung findet am Donnerstag, 8. Juli, um 17 Uhr in der Aula der Sekundarschule, Trift 33, statt. Wegen der Corona-Auflagen wird um eine Anmeldung gebeten: Tel. 02992/602-212 oder E-Mail: info@marsberg.de

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