Anbau anstelle Aufstockung

Planänderung bei der Erweiterung des Kindergartens Meerhof

Verwaltungsseitig wird die Errichtung eines Anbaus für 15 Kinder empfohlen.
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Verwaltungsseitig wird die Errichtung eines Anbaus für 15 Kinder empfohlen.

Marsberg – Bei der Planung zur dringend notwendigen baulichen Erweiterung des Kindergartens Meerhof hat sich herausgestellt, dass aufgrund der nicht ausreichenden Tragfähigkeit der Decke und der Fundamente eine Aufstockung des Gebäudes nicht möglich ist.

Daher wurden in der Ratssitzung Anfang Mai verschiedene Alternativlösungen vorgestellt. Der Rat hatte sich dafür ausgesprochen, die Varianten Errichtung eines Anbaus und zusätzliches Gebäude näher zu prüfen. Die Varianten wurden untersucht und verwaltungsseitig wird die Errichtung eines Anbaus für 15 Kinder empfohlen. Der spätere Kindergartenbetrieb lässt sich innerhalb eines Gebäudes einfacher und wirtschaftlicher gestalten und die Investitionskosten eines Anbaus sind voraussichtlich günstiger als die eines einzeln stehenden Gebäudes. 

Derzeit finden Vorabstimmungen mit den Fördermittelgebern und die Ausarbeitung der Entwürfe statt. „Wir fangen planerisch wieder bei Null an“, erklärte Bauamtsleiter Thomas Daake, der in der letzten Ratssitzung vor den Ferien den aktuellen Planungsstand präsentierte. 

Für die Maßnahme hatte der Stadtrat bereits 501.607 Euro in den Haushalt eingestellt. Es ist aber bereits jetzt absehbar, dass durch die Umplanung Mehrkosten entstehen werden. Auch das Außengelände muss nun stärker einbezogen werden. Aufgrund der geänderten Bauausführung müssen die Fördermittel erneut bewilligt werden. Die tatsächlichen Kosten werden auf Grundlage der noch abzustimmenden Planung ermittelt. Der Eigenanteil für die Stadt werde aber mindestens 150.000 Euro betragen, schätzt man.

Ein Zuhörer monierte die zeitliche Verzögerung und dass die Eltern nicht hinreichend informiert würden. Bürgermeister Klaus Hülsenbeck erinnerte daran, dass die Stadt Marsberg primär gar nicht zuständig sei für den Kindergarten, sondern Kreis und Landschaftsverband. „Alle Mittel, die wir eigenständig für andere in die Hand nehmen, fehlen uns an anderer Stelle im Haushalt. Das heißt, wir müssen hier erst eine Förderzusage haben.“ 

Von Seiten der Stadt dürfe es aber keine weiteren Verzögerungen geben, betonte SPD-Fraktionssprecher Peter Prümper: „Wir müssen dem Vorhaben absolute Priorität einräumen.“ Außerdem gelte es, zu überlegen, wie den betroffenen Eltern kurzfristig geholfen werden kann, denn die Plätze fehlen bereits jetzt und bis der Anbau fertig ist, wird es noch dauern. Der Bürgermeister sagte dazu, dass man den zuständigen Stellen „nur immer wieder auf die Füße treten“ könne.

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