Rückblick auf die Session

Prinzessin regiert die Narren in Bredelar nach 37. Großer Prunksitzung

Prinzessin Sandra I. (Preising) (Mitte) zusammen mit dem Präsidententeam und Ex-Prinz Sebastian I. (Pohle) (2. v.l.)

Bredelar - Die 37. Große Bredelarer Prunksitzung startete mit dem Einmarsch des Elferrates unter der Leitung der drei Präsidenten Michael Schneider, Jörn Schubert sowie Manuel Freitag - und endete mit einem Zepter, welches sich erstmals in Frauenhand befindet.

Nach der Begrüßungsrede des scheidenden Prinzen Sebastian I. (Pohle), warteten die drei Präsidenten mit einer Überraschung auf: Im Anschluss an ein selbst gedrehtes Musikvideo öffnete sich der Vorhang und Prinzessin Sandra I. (Preising) präsentierte sich der Narrenschar. Obwohl schon seit Jahren auf der Bühne aktiv, hatte Sie vermutlich niemand auf dem Kandidatenzettel, und so wurde sie als erste Frau überhaupt zum Oberhaupt der Narren ernannt.

Zu Ehren der ersten Prinzessin eröffnete die Funkengarde die Darbietungen mit einem mitreißenden Tanz. Im Anschluss zeigten die „Cheers“, verkleidet als Zombies, wie Untote zu Karneval tanzen und feiern. Die Gruppe der im letzten Jahr debütierenden „Tech-Nicker“ führten dann in einem lustigen Sketch vor, dass sich die Digitalisierung und das Vordringen von Smart-Home in allen Bereichen des Alltags nicht aufhalten lassen.

Als Männerballet der Zukunft gehandelt, nahm die neue Männertanzgruppe „Hinkebein“ die Zuschauer mit auf einer Reise durch die Welt des Sports, unter anderem mit artistischen Einlagen zum Thema Boxen. Schön zu sehen war, dass sich gelebte Gemeinschaft und Karnevalsbegeisterung nicht um Ortsgrenzen scherrt: Aktive aus Bredelar, Beringhausen und Padberg traten hier – wie auch in anderen Gruppen - gemeinsam auf.

Traditionell wurden auch dieses Jahr wieder besonders langjährig aktive Karnevalisten geehrt. Neben Orden für 20- und 30-jährige Prinzenjubiläen wurde auch der begehrte Ehrennarren verliehen, welcher dieses Jahr an die Vertreter des Schützenvereins Bredelar und Musikvereins Beringhausen im Rahmen ihres 100-jährigen Jubiläums ging, als auch an Susanne Köhne für Ihre langjährige Unterstützung bei den Aufbauarbeiten jeder Sitzung.

Anschließend wurden Erinnerungen an die ersten Computerspiele der 90-Jahre geweckt: Als Super-Mario verkleidet, zeigten die „Don Promillos“ einen mitreißenden Tanz, bevor Pastor Pape als „Der Ökumenische Beauftragte“ alles Doppelte im Alltäglichen und in der Kirche humorvoll auf die Schippe nahm.

Nach so viel Erzählungen entführte die Gruppe „No Limits“ mit Ihrem Tanz die Zuschauer in die Zeit des alten Ägyptens. Im Gegensatz dazu nahmen sich die beiden „Reichweitenverlängerer“ in Ihrem Video- & Sprachbeitrag einem sehr aktuellen Thema an: Wie kann man auf kreative & humorvolle Art Elektroautos fit den Gebrauch als Langstreckenfahrzeug machen?

Das Hausfrauenballett läutete dann das letzte Drittel der diesjährigen Prunksitzung ein: Als sehr rüstige Rentner verkleidet, führten Sie in Ihrem Medley durch verschiedenste Musikstyle der letzten Jahrzehnte, bevor mit Meinolf Schulte alias „Gisela“ der letzte Sprachbeitrag in die Bütt trat: Dieses Mal im sportlich rosafarbenen Trainingsanzug berichtete er über das Eheleben mit all seinen Problemchen.

Die „Ladykracher“ brachten anschließend mit Ihrem Showtanz die Halle zum Toben, bei dem alle Zuschauer und der als rosa Kaninchen verkleidete Präsident Manuel Freitag tanzend auf den Bänken standen.

Den Abschluss des Abends bot dann traditionell das Männerballett: als harte Rocker und hübsche Bräute verkleidet, heizten sie dem Publikum so ein, dass die Zuschauer bis zum großen Finale nicht mehr auf den Stühlen zu halten.

Mit Bravour führten die drei Präsidenten durchs Programm und präsentierten zum Abschluss nochmals alle Aktiven den Zuschauern, bevor anschließend noch ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde.

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