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Projekt der LWL Marsberg zur Verbesserung der ambulanten psychiatrische Versorgung mit erstem Stern ausgezeichnet

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PD Dr. Stefan Bender von der LWL-Klinik Marsberg hat das Projekt "E-Mental-Health" mit auf den Weg gebracht.
PD Dr. Stefan Bender von der LWL-Klinik Marsberg hat das Projekt "E-Mental-Health" mit auf den Weg gebracht. © LWL Marsberg

Marsberg - Immer weniger Facharztpraxen und damit verbunden weite Wege und lange Wartezeiten: In Südwestfalen ist eine ambulante Versorgung psychisch erkrankter Personen eine große Herausforderung. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der LWL-PsychiatrieVerbund Westfalen wollen mit Hilfe von digitalen Angeboten die Versorgung von Menschen, die an Depressionen erkrankt sind, nachhaltig verbessern. Im Rahmen der REGIONALE 2025 erhielt das Projekt „E-Mental-Health“ nun vom zuständigen Ausschuss den ersten Stern.

PD Dr. Stefan Bender, der als Ärztlicher Direktor der LWL-Kliniken Marsberg das Projekt mit auf den Weg gebracht hat, freut sich über die Auszeichnung: „Wir verstehen den ersten Stern als gute Unterstützung und auch als Auftrag, unseren Weg mit dem Ziel weiterzugehen, den uns anvertrauten Menschen mit psychischen Erkrankungen in Südwestfalen eine besser erreichbare und optimalere ambulante Versorgung anbieten zu können. Zugleich ist der Stern eine schöne Anerkennung für unsere klinikübergreifende Zusammenarbeit im LWL-PsychiatrieVerbund.“

Was aber beinhaltet die „E-Mental-Health“ genau? Das Projekt setzt auf digitale Angebote und will eine vollkommen neue und virtuelle Infrastruktur zur Versorgung psychisch erkrankter Menschen aufbauen. So sollen zum Beispiel Online-Plattformen und Videokonferenzen den Zugang zur medizinischen Versorgung erleichtern. Ein Praxisbesuch und damit verbundene Fahrt- und Wartezeiten wären dann nicht mehr nötig. 

Das Projekt soll nicht nur den Erkrankten, sondern auch den behandelnden Ärztinnen und Ärzten helfen. Geplant ist, dass die medizinischen Kräfte über „E-Mental-Health“ an Trainings teilnehmen und vom Austausch mit Kolleginnen und Kollegen profitieren können. So soll auch die Qualität der psychiatrischen Behandlung in Südwestfalen gesteigert werden.

Die REGIONALE 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Südwestfalen hat sich erfolgreich beworben und wird nun bei Fördermitteln bevorzugt berücksichtigt. Im Rahmen der REGIONALE 2025 erhalten Projekte bis zu drei Sterne. Darüber beraten die Gremien der REGIONALE 2025, die mit Vertreterinnen und Vertretern aus ganz Südwestfalen und den unterschiedlichsten Organisationen besetzt sind. Der erste Stern wird für eine herausragende Idee vergeben, der zweite für ein tragfähiges Konzept. Beim dritten Stern sind Fördermittel sicher und das Projekt kann umgesetzt werden.

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