Schwerer Verkehrsunfall als Szenario

Realitätsnahe Einsatzübung: Feuerwehr und Rettungsdienst proben Ernstfall

Bei der Übung kooperierten die Wehren und Rettungsdienste aus Marsberg und Fürstenberg.

Essentho - Bei Verkehrsunfällen sind Feuerwehren und Rettungsdienste oft mit komplexen Einsatzlagen konfrontiert, bei denen häufig mehrere Einheiten zum Einsatz kommen. Dieses Zusammenspiel muss immer wieder geübt werden.

Man denke sich folgendes, realitätsnahes Szenario: Ein schwerer Verkehrsunfall forderte am Abend des 5. Augusts die Feuerwehren aus Fürstenberg und Essentho heraus: Zwischen Essentho und Fürstenberg kam ein mit zwei Insassen besetzter Pkw aus ungeklärten Gründen von der Fahrbahn ab, überschlug sich und kam auf der Straße wieder zum Stehen. Die beiden Insassen hatten sich schwere Verletzungen im Rücken- und Oberkörperbereich zugezogen und waren in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. 

Unter Leitung vom Leiter der Feuerwehr Marsberg, Josef Straub, konnten beide Patienten binnen einer knappen Stunde aus dem Auto befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Glücklicherweise handelte es sich dabei nicht um einen tatsächlichen Einsatz, sondern um eine gemeinsame Einsatzübung der Feuerwehren aus Essentho und Fürstenberg. Bereits seit mehreren Jahren führen die benachbarten und befreundeten Feuerwehren aus Essentho und Fürstenberg gemeinsame, städteübergreifende Übungen durch. In diesem Jahr stand eine Hilfeleistungsübung auf dem Dienstplan, die Essenthos Löschgruppenführer Cyrill Stute ausgearbeitet hatte. Neben der Löschgruppe Essentho und dem Löschzug Fürstenberg nahmen auch Rettungsdienst und DRK an der Übung teil. Um das Szenario realistisch darzustellen, unterstützte die Firma „xtra-fx“ aus Hövelhof die Übung mit zwei Unfall-Darstellern, die ihrem Verletzungsbild entsprechend geschminkt und instruiert waren, so dass jeder Übungsteilnehmer einen guten Eindruck bekommen konnte, wie solche Einsätze unter Realbedingungen ablaufen. 

Rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK

Die Zentrale des Gerätehauses in Marsberg wurde von zwei Kameraden besetzt, die die Aufgabe der Leitstelle übernahm. Etwa 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK hatten insgesamt an dieser Übung teilgenommen. 

Die vorgefundene Lage machte eine intensive Koordination von Feuerwehr und Rettungsdienst erforderlich. Nach Eintreffen des Rettungsdienstes bildete der Einsatzleiter folgerichtig zwei Einsatzabschnitte: Die technische Rettung übernahm sein Führungsassistent Michael Hüwel, die medizinische Rettung wurde Jens Garbes von der Rettungswache Marsberg übertragen. Der Einsatzleiter hielt den Funkverkehr zur simulierten Leitstelle aufrecht. 

Mit der erfolgreichen Rettung von Fahrer und Beifahrerin beendete Übungsleiter Cyrill Stute die Übung, der sich noch vor Ort ein kurzes Feedback samt Auswertungsgespräch anschloss. Dies nutzten die beteiligten Führungskräfte, um den ein oder anderen Kritikpunkt anzusprechen und sich Anregungen für künftige Einsätze zu geben. Insgesamt konnten alle Beteiligten aber ein positives Fazit ziehen: Nach einer knappen Stunde waren beide Patienten befreit und dem Rettungsdienst übergeben, die Zusammenarbeit der beteiligten Einsatzkräfte lief reibungslos. Die Bildung zweier Einsatzabschnitte mit je eigenem Abschnittsleiter erwies sich als sinnvoll und effektiv und entlastete Führungskräfte und Einsatzleiter spürbar. Auch der Funkverkehr und die Koordination mit der simulierten Leitstelle gelang. 

Mit einem kleinen Imbiss am Gerätehaus in Essentho ließen alle Beteiligten diesen erfolgreichen wie besonderen Übungsabend gemütlich ausklingen.

In einer realitätsnahen Einsatzübung wurde eine komplexe Hilfeleistung trainiert.

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