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Sagenhafte Geschichten – mystische Orte: WDR dreht in Obermarsberg

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Von: Kristin Sens

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WDR Dreh Obermarsberg Stadtmuseum Jubiläumsjahr
Museumsleiter Heiner Duppelfeld, Wirtschaftsförderin Michaela Schröder, Autor Robert Focken und Wanderführer Reinhard Becker waren zwar sichtlich nervös, hatten aber dennoch großen Spaß bei den Dreharbeiten mit WRD-Korrespondent Horst Joachim Kupka und Kameramann Ilia Wittenberg sowie Tontechniker Simon Schiga mit dem Mikrofongalgen (v.l.). © Kristin Sens

Nebelschwaden tauchen den Wald in ein diffuses Licht – ganz schlecht für Filmaufnahmen? Weit gefehlt, WDR-Korrespondent Horst Joachim Kupka ist hoch zufrieden: Das Wetter habe eine tolle Atmosphäre erzeugt, die gut zu dem passt, was er szenisch versucht habe festzuhalten.

Update, 8. Dezember: Der Sendetermin steht nun fest: Der Beitrag aus Marsberg wird am kommenden Dienstag, 13. Dezember, 19.30 Uhr, in der Lokalzeit Südwestfalen zu sehen sein.

Obermarsberg – Denn es geht bei den Dreharbeiten um Obermarsbergs Geschichte, welcher der WDR zum Ausklang des Jubiläumsjahrs ein kleines Feature widmen will. Und bekanntlich gibt es in und um Obermarsberg einige sagenhafte Geschichten und mystische Orte, aber auch vieles, was – trotz allgemein guter Quellenlage zu Karl dem Großen – im Nebel der Vergangenheit verschwindet.

Der WDR ist aber beileibe nicht der erste Sender, der sich für Marsbergs Geschichte interessiert. Mit einigem Stolz erzählt Museumsleiter Heiner Duppelfeld, dass voriges Jahr sogar ein britischer Sender vor Ort war um Szenen für eine Dokumentation zu drehen in der es um die Sachsen ging.

Nach den Außenaufnahmen mit Wanderführer Reinhard Becker und dem Obermarsberger Manfred Vollbracht, die unter anderem an der Drakenhöhle stattfanden, geht es zum Museum, wo Duppelfeld mit dem Autor Robert Focken und Wirtschaftsförderin Michaela Schröder vor laufender Kamera über die Sonderausstellung zu Karl dem Großen, das Geschichtsbewusstsein der Marsberger und Ideen für die Zukunft sprechen. Anschließend werden sie einzeln von Kupka interviewt sowie einige Sequenzen der Ausstellung eingefangen.

Der gebürtige Ostwestfale Robert Focken, Autor historischer Romane, von denen einer aus der Arnulf-Saga die Eresburg zum Schauplatz hat (SauerlandKurier berichtete), ist auf Einladung des WDR eigens aus dem Vordertaunus angereist. Er ist überzeugt, dass wir viel zu wenig über unsere eigene Geschichte wissen. Inspiriert von Bernhard Cornwell, begann er über die heimische Geschichte zu recherchieren und rund um hier verortete historische Figuren und Ereignisse seine Romane zu fabulieren.

„Widukind statt Braveheart“ 

Auf seiner Website erklärt sich Focken so: „Meine Mission: deutschen Lesern wieder ihre Vergangenheit näher zu bringen. Und so lange Bücher über spannende Kerle (und Kerlinnen) zwischen Weser und Rhein, zwischen Elbe und Donau zu schreiben, bis irgendein Hollywoodregisseur erkennt: Da ist was für das das große Kino! Einer wie der Sachsenherzog Widukind war mindestens so spannend wie William Wallace alias Braveheart – warum also sollten wir selbst uns nicht dafür interessieren? Neben dem großen Karls-Ärgerer Widukind ist noch manch anderer Heros der deutschen Geschichte in der Rumpelkammer unserer Erinnerung gelandet. Höchste Zeit, sie ins Licht zu schieben und abzustauben!“

Das hat offensichtlich Kupka so beeindruckt, dass er seinen Beitrag unter den Arbeitstitel „Widukind statt Baveheart“ stellte. Ein erster, kleiner Schritt auf dem Weg nach Hollywood? Derweil bestätigt Michaela Schröder, dass für die Außendarstellung Marsbergs die heimische Geschichte eine ganz wichtige Funktion hat: „Was Marsberg besonders attraktiv macht, ist, da steckt ganz viel Geschichte drin.“ Viele Marsberger Sehenswürdigkeiten – Klöster, Kirchen, Kilianstollen, Bergbauspuren und nicht zuletzt das Stadtmuseum – stellen diesen Bezug her.

Escape-Room-Szenario entwickelt

Der Sonderausstellung zollt Focken großen Respekt: „Das ist toll gemacht, der Alltag der Menschen wird thematisiert und Geschichte so auf eine Art vermittelt, die nicht trocken ist. Duppelfeld bestätigt, dass die Ausstellung sehr gut angenommen werde und berichtet. mit welchen Mitteln man noch versucht, Geschichte lebendig zu machen. So wurde im Rahmen der Ausstellung ein Escape-Room-Szenario entwickelt (Einen Erfahrungsbericht dazu wird der SauerlandKurier in einer seiner nächsten Ausgaben präsentieren).

„Wir wollen in diesem Beitrag jetzt, gegen Ende des Jubiläumsjahrs, nachmals die Bedeutung dieser Epoche, die ja eine Art Zeitenwende war, herausstreichen“, erklärt der WDR-Korrespondent. Nachdem Kameramann Ilia Wittenberg mit einem „Daumen hoch“ signalisiert, dass alles „im Kasten“ ist, reist das WDR-Team zufrieden ab. Lediglich die geplanten Drohnenaufnahmen mussten wetterbedingt ausfallen – werden aber vielleicht noch nachgeholt.

Ausstrahlung

Die Ausstrahlung soll zeitnah erfolgen, eventuell bereits diese oder kommende Woche. Formate wie Lokalzeit oder auch „Hier und Heute“ böten sich an, ein genauer Sendetermin stehe aber noch nicht fest. Es gilt also, in den kommenden Wochen die Augen offen zu halten. Wenn der Sendetermin feststeht, wird er hier auf der Kurier-Homepage bekannt gegeben.

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