Aufbruchstimmung prägt Einweihung der Sekundarschule

Schule mit Leben füllen

Bürgermeister Klaus Hülsenbeck brachte für die Schulleiterin Karin Stolp eine Uhr mit. Fotos: Kristin Sens

„Dass ihr die ersten Schüler des Gründungsjahrganges seid, macht euch zu etwas Besonderem“, wandte sich die schulfachliche Dezernentin des Regierungsbezirks Arnsberg Maria Büse-Dallmann an die Schüler.

Eine besondere Einschulungsfeier erlebten nicht nur die rund 100 Fünftklässler, sondern auch die Eltern und Lehrkräfte der neu gegründeten Sekundarschule sowie alle an ihrer Einrichtung Beteiligten am Donnerstag. Wie Büse-Dallmann anfänglich Hermann Hesse zitiert hatte: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“

An guten Wünschen und Geschenken mangelte es sicherlich nicht. Landrat Dr. Karl Schneider war überzeugt: „Mit der Gründung der Sekundarschule geht die Stadt Marsberg einen weiteren Schritt zur Stärkung der Schullandschaft im Hochsauerlandkreis.“ Er merkte aber auch an, dass die für Marsberg richtige Antwort auf den demographischen Wandel in anderen Kommunen anders ausfallen mag.

Schulleiterin Karin Stolp und Bürgermeister Klaus Hülsenbeck lobten die stets gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und allen Schulen Marsbergs. Für die neue Sekundarschule brachte der Bürgermeister als Geschenk eine Uhr mit: „Füllen Sie die Schule mit Leben“, sagte er.

Die Erste Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters Maria Lindemann, die hauptverantwortlich an der Umsetzung des Beschlusses Sekundarschule mitgewirkt hatte, ließ die einzelnen Entwicklungsphasen Revue passieren, von der Empfehlung der beauftragten Firma und der Verabschiedung des Schulentwicklungsplans, über die Infoveranstaltungen und Elternbefragungen sowie den Ratsbeschluss, bis zur Gründung der pädagogischen Arbeitskreise und den baulichen Maßnahmen.

„Für uns standen von Anfang an die Kinder im Vordergrund“, erklärte sie. „Die Sekundarschule soll eine Schule für alle Kinder sein, in der sich jedes Kind wohlfühlen soll, auch Kinder mit Förderbedarf.“ Damit das gelingt, haben die neuen Fünftklässler schon erste Kunstwerke angefertigt, welche die neuen Klassenräume schmücken werden. Die Schulleiterin appellierte an alle Verantwortlichen, an das Gute im Neuen zu glauben. „Mut stand am Anfang des Wandels – Glück hoffentlich am Ende“, sagte sie, frei nach Demokrit. Dafür müssten Schulleitung wie Schüler gleichermaßen lernen: „Lernen ist wie Rudern im Strom – hört man auf, treibt man ab“.

Nicht alle Eltern ließen sich jedoch von der Aufbruchsstimmung des Einweihungstages anstecken. Manche bezweifeln, dass die hohen Ziele, welche sich die Schule gesetzt hat, mit der derzeitigen personellen Ausstattung überhaupt umsetzbar ist.

Immerhin, so hatte die Schuldezernentin zuvor humorvoll angemerkt, gibt es an dieser Schule noch keine älteren Schüler, die über den Neulingen stehen. Willkommen geheißen wurden die Fünftklässler von den älteren Klassen der Hauptschule und der Realschule. Die Klasse 6a der Realschule empfing die Gäste mit einem Liedbeitrag, der Siebenerjahrgang der Hauptschule mit einer witzig inszenierten Aufführung des Märchens Aschenbrödel. Einen starken Auftritt hatten auch die Shanty Singers der benachbarten LWL-Kliniken. (Von Kristin Sens, marsberg@sauerlandkurier.de)

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