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Schutz von Umwelt und Natur: Marsberger Klimaschutzpreis verliehen

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Marsberg Klimaschutzpreis Gewinner Richard Hesse
Der erste Platz, verbunden mit einem Preisgeld von 1250 Euro, ging in diesem Jahr an die Richard Hesse Stiftung. Richard Hesse nahm den Klimaschutzpreis entgegen. © Stadt Marsberg

„Die vielen kreativen Ideen rund um den Schutz von Klima und Umwelt in unserer Stadt beeindrucken uns immer wieder. Umso schöner ist es, dieses Engagement gemeinsam mit Westenergie zu würdigen und auszuzeichnen“, so Bürgermeister Thomas Schröder während der Verleihung des Klimaschutzpreises in Marsberg.

Marsberg – Fabian Wälter, Kommunalbetreuer bei Westenergie, betonte: „Die eingereichten Projekte zeigen uns auch in diesem Jahr, wie wichtig den Menschen in Marsberg der Schutz von Umwelt und Natur ist. Das ist ein Ansporn für uns, dieses Bewusstsein bei den Menschen vor Ort weiterhin mit dem Klimaschutzpreis von Westenergie zu fördern.“

Seit über 20 Jahren ruft die Stadt Marsberg zusammen mit der Westenergie (ehemals Innogy) die Marsberger Bürger auf, sich zu bewerben. Das Motto ist: „Die Umwelt gewinnt – gewinnen auch Sie! Ressourcenschonung und Klimaschutz beginnen vor der eigenen Haustür. Machen Sie mit!“ Der Energieversorger stiftet jedes Jahr das Preisgeld in Höhe von insgesamt 2500 Euro.

Mit dieser Auszeichnung honorieren die Stadt Marsberg und der Sponsor Westenergie gute Ideen und besonderes Engagement der Teilnehmer in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz. Bewerben konnte man sich mit Beiträgen aus diesen Themenfeldern:

Angesprochen waren alle Bürger, Verbände, Vereine, Interessengemeinschaften, Bürgerinitiativen und auch Schülergruppen in Marsberg. Über die Auswahl der Preisträger hat eine unabhängige Jury entschieden. Die Preisstaffelung wurde durch den Sponsor vorgegeben.

„Naturfreunde– umgeben von Alme und Diemel“

Der erste Platz, verbunden mit einem Preisgeld von 1250 Euro, ging in diesem Jahr an die Richard Hesse Stiftung mit dem Namen „Naturfreunde – umgeben von Alme und Diemel“.

Ein Spaziergang durch den von Trockenheit und Borkenkäfer zerstörten Wald brachte Richard Hesse als Geschäftsführer des Marktkaufs auf die Idee zu handeln. Mittlerweile setzt er auf die Regionalität einer Vielzahl seiner Produkte – zugunsten der CO2-Bilanz. Zusätzlich können die Kunden durch den Kauf dieser Produkte Stempel sammeln und dadurch eine Baumpflanzaktion unterstützen. „Es sind bereits 1000 Bäume gepflanzt“, so Hesse, „und es warten schon wieder Hunderte von Bäumen, die bereits gespendet wurden, darauf gepflanzt zu werden. Es soll eine Art Bürger- oder Spendenwald entstehen. Dieses ist ein Zukunftsprojekt, welches wir stetig optimieren und ausbauen werden.“

Richard Hesse nahm den Klimaschutzpreis freudig entgegen und versprach, das Preisgeld direkt in weitere Baumpflanzungen zu investieren. Dies honorierte Bürgermeister Thomas Schröder ausdrücklich und gratulierte dem Sieger im Namen der Stadt Marsberg.

Klimaschutzpreis Marsberg Gymnasium zweiter Platz
Schulleiter Dr. Markus Bohnensteffen nahm die Urkunde für das Carolus-Magnus-Gymnasium dankend entgegen. © Stadt Marsberg

„Die Bienenlotsen“

In der Arbeitsgemeinschaft „Die Bienenlotsen“ erlernen die Schüler des Carolus-Magnus-Gymnasiums unterstützt von zwei Imkern sämtliche Facetten der nachhaltigen Schulimkerei. Sie können sich als Assistenz-Imker ausbilden lassen und an offiziellen Fortbildungen teilnehmen.

„Besonders hervorzuheben sind die ökologischen, ökonomischen und globalen Inhalte und Perspektiven, die innerhalb dieses Projektes veranschaulicht werden“, lobte Sabine Korinth, Sachbearbeiterin für den Bereich Umwelt- und Naturschutz. „Die Schüler werden sensibilisiert für den nachhaltigen Umgang mit Ökosystemen und bekommen durch die Vermarktung des selbst produzierten Honigs Einblicke in volkswirtschaftliche Zusammenhänge.“ Dieses Engagement wurde mit dem zweiten Platz und einem Preisgeld in der Höhe von 750 Euro honoriert. Der Schulleiter Dr. Markus Bohnensteffen nahm die entsprechende Urkunde dankend entgegen.

Marsberg Dorfvereien Stefanie Striebe Beringhausen Klimaschutzpreis
Die Jury zeichnete den Dorfverein Beringhausen, vertreten durch Stefanie Striebe, mit dem dritten Platz und somit einem Preisgeld von 500 Euro aus. © Stadt Marsberg

„Bau eines Insektenhotels“

Der gemeinnützige Dorfverein Beringhausen setzt sich insbesondere für die Orts-, Heimat- und Landschaftspflege ein. In diesem Jahr wollten die Ehrenamtlichen einen Beitrag zum Artenschutz leisten und bauten ein riesiges 3 mal 2 Meter großes Insektenhotel am Forstenberg. Durch den Bau eines großen Waldsofas und einer Bank-/Tischgarnitur in unmittelbarer Nähe wurde eine Verbindung geschaffen zwischen Artenschutz zum Anschauen und Erholungszone. Diese gelungene Kombination bewog die Jury, den Dorfverein, vertreten durch Stefanie Striebe, mit dem dritten Platz und somit einem Preisgeld von 500 Euro auszuzeichnen.

Aufgrund der Vielzahl von interessanten Projekten wurde auch in diesem Jahr ein Ehrenpreis vergeben. Das Projekt „Rund um den Apfel“ von der Katholischen Kindertageseinrichtung „Haus Bethlehem“ in Westheim veranschaulicht am Beispiel des Apfels die Wertigkeit der Früchte der Erde. Es wurde gemalt, gebastelt, mit Äpfeln gekocht und Erntedank gefeiert. Am Ende wurden sogar zwei Apfelbäume gepflanzt. Daher entschied die Jury einstimmig, dass der diesjährige Sachpreis, ein Nistkasten, an die KiTa „Haus Bethlehem“ vergeben werden soll. Die Leiterin Ulla Koch freute sich über die Anerkennung und kündigte schon weitere zukünftige Projekte zum Thema Umwelt und Klima an.

„Die Stadt Marsberg und der Energieversorger Westenergie möchten mit der Verleihung des jährlichen Klimaschutzpreises engagierten Menschen für den persönlichen Einsatz im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes danken“, so der Bürgermeister Thomas Schröder. „Wir hoffen auch im nächsten Jahr auf eine rege Teilnahme.“

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