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Sekundarschule Marsberg geht Kooperation mit dem DFB ein

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Von: Kristin Sens

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Schüler, Lehrer, Trainer, Elternvertreter, Vertreter der Stadt und Vertreter des DFB nahmen an der Unterzeichung des Kooperationsvertrages zwischen Sekundarschule Marsberg und dem DFB/FLVW durch Schulleiterin Karin Stolp und Volker Antczak (Mitte) teil. © Kristin Sens

Marsberg. Durch eine Kooperationsvereinbarung mit dem Deutschen Fußballbund (DFB) und dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) ist die Sekundarschule Marsberg nun offizielle „Partnerschule des Fußballs“.

Die Zusammenarbeit besteht im Wesentlichen aus einem zusätzlichen Fördertraining für besonders talentierte Schüler der 5./6. beziehungsweise 7./8. Klassenstufe in Form einer wöchentlichen Doppelstunde. Wie Koordinator Dr. Hans Danner vom DFB-Stützpunkt erläuterte, gehe es dabei um gezielte Talentförderung. „Wir werden nicht nur einen Ball in die Mitte legen und euch bespaßen, sondern wir wollen euch, in kleinen Gruppen, auch etwas beibringen“, erklärte er, an die anwesenden Schüler gewandt. 

35 Trainingseinheiten sind, über das Jahr verteilt, geplant. Trainiert werden die Schüler von lizenzierten Trainern. (An der Sekundarschule haben zurzeit drei Lehrer die B-Lizenz). Kurz vor den Sommerferien ist ein Feldturnier geplant. Wer an der Förderung teilnehmen darf, entscheiden die Trainer, Stützpunktkoordinatoren und die Schule im Rahmen eines Sichtungsturniers für die Schüler der betreffenden Jahrgangsstufen. 

Der zweite Baustein der Kooperation ist die Qualifizierung von älteren Schülern (ab 10. Klasse) zum „Junior-Coach“, die vom DFB/FLVW angeboten und finanziert wird. Über den Kreis werden die Schüler dann als Jungtrainer an offene Ganztagsschulen vermittelt oder finden bei Vereinen ihre Einsatzmöglichkeiten. 

„Alle Beteiligten haben etwas davon“

Wie bei dem Fördertraining auch, hätten alle Beteiligten etwas davon, betonte Volker Antczak, beim VLVW zuständig für die Kommunikation zwischen Vereinen und Schulen/Kindergärten: Die Schüler durch ein qualifiziertes Training, beziehungsweise eine Weiterbildungsmöglichkeit, der Fußballverband durch die frühe Sichtung und Förderung von Talenten. „Kein Talent bleibt unentdeckt“, so Antczak. Die Vereine, die besonders unter dem vermehrten Nachmittagsunterricht an Schulen leiden, gewinnen qualifizierte Trainer und talentierten, engagierten Nachwuchs und die Schulen haben ein weiteres Merkmal, dass sie vor anderen Schulen auszeichnet. 

„Diese Kooperation im Bereich Sport ist unbedingt sinnvoll“, bekräftigte Schulleiterin Karin Stolp. Sie betonte die Bedeutung von Mannschaftssportarten zur Förderung des Teamgedankens und zur Vermittlung von Regeln. So sei Schülern anhand der allseits bekannten Gelben und Roten Karten ohne viel Worte schnell klar zu machen, wo Grenzen überschritten würden. Zudem versicherte sie, dass das Angebot nicht nur für Jungen gelte: „Wir sind auch im Mädchenfußball stark.“ 

Die Projektleitung an der Sekundarschule hat DFB-Stützpunktrainer Fabian Wolf. Angebunden ist die Kooperation an den nächsten Stützpunkt des Kreises, in diesem Falle also Brilon. Die Partnerschul-Initiative des DFB entstand 2006/7. In ganz Westfalen gibt es bereits über 90 Partnerschafts-Schulen. Dazu kommen die diversen Kreis-Stützpunkte. „Das Konzept ist also aufgegangen“, freute sich Antczak.

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