90. Geburtstag: An Anne Frank und Opfer des Holocausts erinnern

Sekundarschule Marsberg präsentiert Ausstellung "Anne Frank 90"

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Einem mutigen Mädchen zu Ehren präsentiert die Sekundarschule Marsberg die Ausstellung „Anne Frank 90“ noch bis zum 28. Juli.

Marsberg - Anlässlich des Anne Frank Tags am 12. Juni, an dem das jüdische Mädchen 90 Jahre alt geworden wäre, präsentiert die Sekundarschule die Ausstellung „Anne Frank 90“ am Teilstandort in Marsberg (SauerlandKurier berichtete). Damit setzen Lehrer und Schüler gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und erinnern an die tragische Geschichte des Holocausts, die neben Anne Frank weitere sechs Millionen Opfer forderte.

Bereits im Vorfeld setzten sich die Schüler der Marsberger Sekundarschule intensiv mit der Lebensgeschichte Anne Franks auseinander, die auf acht großformatigen Plakaten in der Ausstellung illustriert wird. Fragen wie „Warum sollten wir über Anne Frank und den Holocaust sprechen?“ oder „Was können wir gegen Ausgrenzung und Mobbing an unserer Schule tun?“ gaben den Schülern zu denken und regten zu einer tieferen Auseinandersetzung mit der Thematik an. 

Auf den Postkarten kamen spannende Antworten der Schüler zusammen.

Eine Vielzahl spannender Antworten kamen zusammen: „Wir müssen darüber reden, um diese grausame Zeit nicht zu vergessen und auch, damit so etwas nie wieder geschieht“, „Man sollte jeden so behandeln, wie man selber behandelt werden möchte“ oder „Man darf nicht wegschauen, sondern muss eingreifen und etwas dagegen unternehmen“ sind nur einige Beispiele, die die Schüler auf Postkarten festgehalten und zur Ausstellung beigetragen haben. 

"Man darf nicht wegschauen" ist eine der vielen Aussagen zu Mobbing, Rassismus und Antisemitismus.

Weiterhin wurden von der neunten Klasse Stolpersteine verstorbener Juden besichtigt, um Biografien der Einzelschicksale aufzubereiten, einen Perspektivwechsel anzuregen und die Geschichte erfahrbar zu machen. 

Auch im Fach Gesellschaftslehre wurde mittels einer Zeitung vom Anne Frank-Zentrum, welches den Gedenktag deutschlandweit organisiert, die Lebens- und Leidensgeschichte des jungen Mädchens aufgearbeitet. 

Das Tagebuch Anne Franks wurde weltweit berühmt.

Die Sekundarschule Marsberg gehört seit Anfang dieses Jahres zu den „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“, die den Anne Frank Tag ebenfalls unterstützen. Ergebnisse der Ausstellung werden an die Organisation weitergereicht, um zu zeigen, dass die Marsberger Schüler rund um Initiatorin und Lehrerin Monika Bannenberg aktiv gegen Mobbing und Rassismus vorgehen.

Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 28. Juli, im Foyer der Sekundarschule zu sehen.

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