„Unverzichtbares Gremium“

Seniorenbeirat der Stadt Marsberg feiert sein 25-jähriges Bestehen

+
Die Vertreter des Seniorenbeirats haben allen Grund, ihr Jubiläum zu feiern. Glückwünsche überbrachten ihnen unter anderem Vertreter der Verwaltung, der Politik und anderer Seniorenvertretungen.

Marsberg – „Anerkennung und Würdigung für seine vielfältige, engagierte, ehrenamtliche Tätigkeit für ältere und mit älteren Menschen sowie für die nachfolgenden Generationen“, so der Wortlaut der Jubiläumsurkunde, welche dem Seniorenbeirat der Stadt Marsberg für seine nun 25-jährige Tätigkeit von der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV) überreicht wurde.

Zu der Feierstunde waren, neben zahlreichen Marsberger Senioren, Vertreter der Stadt, der politischen Fraktionen sowie Mitglieder von Landes- , Kreis- und weiteren kommunalen Seniorenvertretungen gekommen. 

Bei der Begrüßung erinnerte der Vorsitzende des Seniorenbeirats Willi Schoffer an den Gründungstag am 25. Oktober 1994 – sowie an den langjährigen früheren Vorsitzenden Josef Jackisch, der leider in diesem Jahr verstorben ist. Mit dabei waren aber zwei weitere Senioren der ersten Stunde, nämlich Bernd Follmann und Gerlind Ulrich. Follmann war zu diesem Zeitpunkt in der Stadtverwaltung tätig, dort für die älteren Menschen zuständig und wurde dabei zum „Geburtshelfer“ des Seniorenbeirats, wie er augenzwinkernd bemerkte. Gerne erinnerten sich die beiden Gründungsmitglieder an erfolgreiche Aktivitäten des Seniorenbeirats zurück, vorneweg immer der ehemalige Vorsitzende Jackisch. 

Zum ersten Seniorentag in der Marsberger Schützenhalle seien über 200 Teilnehmer gekommen, so Follmann weiter. Am Erhalt des Bahnhofschalters in Marsberg war der Seniorenbeirat ebenfalls nicht unerheblich beteiligt, stellte er doch eine Demonstration auf die Beine, die wohl erste seit vielen Jahren in Marsberg. 

Bürgerhilfe durch Seniorenbeirat gegründet

Auch die Gründung der Bürgerhilfe verdankt sich dem Engagement des Seniorenbeirats. Daneben veranstaltet er regelmäßig Vortragsabende mit externen Dozenten zu Themen wie Mobilität, Kriminalität im Alltag oder Verbraucherschutz, ergänzte Schoffer. „Der Seniorenbeirat ist nicht nur eine Gesprächsrunde über das Wetter, sondern hat viele handfeste Projekte angestoßen“, betonte Follmann. 

Bernd Follmann (li.) erinnerte sich an die Anfänge des Seniorenbeirates, heute ist Willi Schoffer (re.) der erste Vorsitzende.

„Es wurde richtig kontrovers diskutiert bei den Beiratssitzungen“, erinnerte sich Eberhard Banneyer (CDU) – dabei seien viele gute Ideen entwickelt worden. “Sie haben den Stadtrat und die Verwaltung in allen Angelegenheiten, die ältere Menschen betreffen, unterstützt und sind ein unverzichtbares Gremium geworden“, wandte sich Bürgermeister Klaus Hülsenbeck an die Vertreter des Beirats – und hatte sogleich aktuelle Zahlen parat: So lebten zur Zeit 6341 Menschen über 60 in Marsberg, der Altersgrenze, ab der man ein „geborenes Mitglied“ im Seniorenbeirat wird. 

In der Folge ging der Bürgermeister auf den demographischen Wandel ein. „Wir werden weniger, wir werden älter – und wir werden bunter“, fasste er es zusammen. Themen wie bedarfsgerechte Wohnformen und die Pflege würden daher die Stadt in den kommenden Jahren noch stärker beschäftigen als bislang. “Ich wünsche dem Seniorenbeirat eine glückliche Hand für seine Arbeit auch in den nächsten Jahren“, so Hülsenbeck. 

Lob hatte auch Ingrid Dormann vom Vorstand der LSV im Gepäck: „Eine Seniorenvertretung wie in Marsberg ist ein wichtiger Teil unserer Basis – und die ist unsere Stärke.“ Sechs Kreisseniorenvertretungen und 168 kommunale Vertretungen gebe es in NRW – eine beachtliche Zahl, wenn man berücksichtige, dass die Kommunen nicht verpflichtet seien, solche Beiräte einzurichten. Dabei profitierten die Städte und die Senioren gleichermaßen davon, denn „alt werden wir alle – nur zu unterschiedlichen Zeiten“, so Dormann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare