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„Situation verbessert“

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NRW-Landesvorsitzender Ralf Michalowsky (Mitte) war bei der Linken Partei Marsberg zu Gast und berichtete über die aktuelle Situation der Partei.  Foto: L.eric-fotoart
NRW-Landesvorsitzender Ralf Michalowsky (Mitte) war bei der Linken Partei Marsberg zu Gast und berichtete über die aktuelle Situation der Partei. Foto: L.eric-fotoart

Die Linke Partei Marsberg hatte vor kurzem zum politischen Meinungsaustausch in die Tenne des Deutschen Hauses in Marsberg geladen.

Als Ehrengast war Ralf Michalowsky, der Sprecher und Landesvorsitzender der Linken in NRW, geladen, der eine zweistündige Autofahrt auf sich genommen hatte, um einen Zustandsbericht der Partei abzugeben.

Nach kurzer Einführung durch den Vorsitzenden der Linken, OV Marsberg, Werner Siebrecht, erklärte Michalowsky seine Ziele für NRW, die Linke wieder in Größenordnungen zu bringen, die einen Einzug in den nächsten Landtag real werden lassen. Michalowsky: „Die Situation für die Linken bessert sich.“

Danach kam es zu einer Diskussion zum Thema Windkraft. Südwestfalen, bestehend aus 59 Städten, soll 18.000 Hektar an Windkraftgebieten ausweisen. Wenn man das durch die 59 teilt, wären das für Marsberg 305 Hektar, real stehen hier aber schon 480 Hektar Windflächen zur alternativen Stromerzeugung. Außerdem produziere Marsberg mit diesen 480 Hektar das Dreifache des gesamten Marsberger Stromverbrauches, also Zweidrittel der Windenergie seien schon für die anderen Kommunen. „Alleine das ist schon merkwürdig, warum man, von der Bezirksregierung ausgehend, Marsberg mit zehn Prozent der gesamten Windkraftanlagen Südwestfalens zubauen möchte“, so Erich Latzelsberger, Ratsmitglied der Linken.

Breiten Raum nahm der Verkauf des Essenthoer Schulgebäudes an den Enkelsohn des CDU-Fraktionsvorsitzenden Eberhard Banneyer ein. Dieser habe das Gebäude für 25.000 Euro gekauft. Der Benachteiligte, Josef Steiner, war bei der Sitzung anwesend und schilderte, wie das, aus seiner Sicht, abgelaufen ist und, dass er sich rechtliche Schritte überlegt.

Anklage gegen Ex-Bürgermeister

Außerdem berichtete Erich Latzelsberger über seine Anzeige bei der Staatanwaltschaft Arnsberg gegen den ehemaligen Bürgermeister Hubertus Klenner wegen des Verdachts der Untreue. „Der ehemalige Bürgermeister hat seit 2009 keine Bilanzen mehr gemacht“, so Latzelsberger. „Dies aufzuarbeiten kostet der Stadt viel Geld. Klenner soll dafür regresspflichtig gemacht werden.“

Der NRW-Landesverband ist der Größte in der BRD. Jede Woche treten der Partei durchschnittlich fünf Bürger bei. Nach Auskunft der anwesenden Beate Raberg aus Arnsberg habe der HSK-Kreisverband etwa 70 Mitglieder. Werner Siebrecht gab bekannt, dass Marsberg über 16 Mitglieder verfüge, davon acht aktiv.

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