LWl-Klinik Marsberg spart mit neuer Pelletanlage

Sparsam durch den Winter

Der technische Teamleiter der Marsberger LWL-Einrichtungen am Standort Weist 45, Ulrich Frese, freut sich über die neue Pelletanlage.

Gut gerüstet kamen die Marsberger LWL-Einrichtungen am Standort Weist 45 durch den Winter. Rechtzeitig zur kalten Jahreszeit wurde das bestehende Heizwerk um eine klimaschonende Holzpelletanlage erweitert.

Grund der Erweiterung ist der erhöhte Wärmebedarf durch zwei Neubauten auf dem Klinikgelände des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Der neue Brandlastkessel hat eine Leistung von 700 KW und versorgt neben der LWL-Klinik, dem LWL-Pflegezentrum, und dem LWL-Wohnverbund im Weist das gesamte LWL-Therapiezentrum für Forensische Psychiatrie in der Mühlenstraße.

Mit der Marsberger Pelletanlage folgt der LWL seinen eigenen Vorgaben, den Energieverbrauch und den Ausstoß von umweltschädigenden CO² zu reduzieren. Das gelingt, erläutert der technische Teamleiter Ulrich Frese, indem man Gebäude dämmt und vermehrt erneuerbare Energien einsetzt. Die Wärmegewinnung aus nachwachsenden Brennstoffen, wie Holzpellets, sorgt dabei für eine vollständig ausgeglichene CO²-Bilanz: Es wird dieselbe Menge CO² erzeugt, die vorher per Fotosynthese gebunden wurde. So sparen die Marsberger LWL-Einrichtungen durch die neue Anlage im Zeitraum von Oktober bis April etwa 683 Tonnen CO² im Vergleich zu einer reinen Gasanlage ein. Dabei verbrauchen sie täglich fast 2,8 Tonnen Pellets, dem Jahresverbrauch eines Einfamilienhauses, so Ulrich Frese. Auch finanziell lohnt sich der Einsatz von Pellets als Brennstoff. Pro verbrauchte Kilowattstunde lassen sich über vier Cent gegenüber Gas einsparen. Damit sind die Investitionskosten von 320.000 Euro bereits nach einer Laufzeit von fünf Jahren ausgeglichen.

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