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Umfangreiche Sanierungsarbeiten an Meerhofer Kirche sind abgeschlossen

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Von: Kristin Sens

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Vertreter der Gewerke und alle, die die Sanierung der Kirche begleitet hatten, freuten sich über den erfolgreichen Abschluss der Arbeiten.
Vertreter der Gewerke und alle, die die Sanierung der Kirche begleitet hatten, freuten sich über den erfolgreichen Abschluss der Arbeiten. © Kristin Sens

Meerhof – Mit dem Aufsetzen des neuen Wetterhahns sind am Dienstagvormittag die aufwendigen Sanierungsarbeiten an der Pfarrkirche St. Laurentius in Meerhof abgeschlossen worden. Propst Meinolf Kemper nahm in 70 Metern Höhe die Segnung der Turmkrönung auf der Kirchturmspitze vor.

„Ich bin froh, dankbar und stolz, dass jetzt alles fertig ist“, erklärte der Propst. „Unser Anliegen ist, unsere wunderbaren Gotteshäuser zu erhalten, damit sie zum Beten einladen können. Jetzt haben wir wieder ein frohes Glaubenszeugnis in Meerhof.“ Besonders dem Hahn komme eine wichtige Bedeutung als Glaubenszeichen zu, er stehe für Auferstehung und Erneuerung und sei zugleich ein Zeichen der Wachsamkeit. 

Vor gut einem Jahr hatte die Außenrenovierung begonnen. Anlass waren Putzschäden am Kirchenschiff und am Turm. Der Oberputz und teilweise der Unterputz, der vor allem im unteren Bereich noch aus dem Entstehungsjahr der Kirche stammte, wurde entfernt und die gesamte Fassade neu verputzt und gestrichen. Zudem wurden die schadhaften Kupferdächer von Turm und Apsis erneuert, das Schieferdach ausgebessert, die Kirchenfenster saniert und abgedichtet, sowie die Schallluken der Glocken und Ziffernblatt und Zeiger der Turmuhr erneuert. Zuletzt wurde eine neue vergoldete Krönung, bestehend aus Kreuz, Erdkugel und Wetterhahn, gefertigt und auf der Kirchturmspitze aufgesetzt. 2013 und 2014 war bereits der Innenraum der Kirche ebenfalls umfangreich saniert worden. Seit der Erbauung der Kirche im Jahr 1914 erfolgten zweimal größere Renovierungsarbeiten. 

Propst Meinolf Kemper nahm in luftiger Höhe die Segnung der neuen Turmkrönung, bestehend aus Erdkugel, Kreuz und Wetterhahn, vor.
Propst Meinolf Kemper nahm in luftiger Höhe die Segnung der neuen Turmkrönung, bestehend aus Erdkugel, Kreuz und Wetterhahn, vor. © Kristin Sens

Um die zehn verschiedene Gewerke – alles Handwerksbetriebe der Region – waren an der Sanierung beteiligt. Betreut wurde das gesamte Bauprojekt durch das Architekturbüro Andreas Kropp aus Warburg, das Erzbischöfliche Bauamt und Sachverständige aus Meschede. Die Gesamtbaukosten der Außenrenovierung betrugen 721.358 Euro. 85 Prozent der Kosten übernahm das Erzbischöfliche Generalvikariat, den Rest stemmte die Gemeinde mit Hilfe von vielen großen und kleineren privaten Spendern. „Unsere Konten sind jetzt leer“, gestand Rita Rasche, geschäftsführende Vorsitzende des Kirchenvorstands. 

Der alte Wetterhahn stammte aus dem Jahr 1967 und war zu Beginn der Bauarbeiten abgenommen worden. Mehrfach hatten Kirchturmkreuz und Hahn zuvor Stürmen und Unwettern nicht standhalten können und waren heruntergestürzt, berichtet die Kirchenchronik. Die neue Spitze mit Kreuz und Wetterhahn ist nun aus Edelstahl und soll so allen Unbilden trotzen. „Er wurde bewusst schlicht gestaltet, damit er weniger Angriffsfläche bietet“, erläuterte Stefan Niewels aus Borchen, der den Hahn angefertigt hat. 

Die Erdkugel ist aus Kupfer und enthält, in eine kleine Metallschatulle eingelassen, ein Dokument zur Außenrenovierung sowie einen Zeitungsartikel über die Wiedereröffnung der Kirchen im Erzbistum in der Zeit der Corona-Pandemie – also ein einzigartiges Zeitzeugnis. „Ich bin dankbar, dass wir alles so gut zu Ende bringen konnten“, versicherte Rita Rasche.

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