Fahrzeug auf Autobahn in die Leitplanke gekracht

Nicht alltäglicher Einsatz für die Feuerwehr: Transporter mit radioaktiver Ladung verunglückt

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Die Warntafel am Fahrzeug wies die Einsatzkräfte auf die radioaktive Ladung hin.

Marsberg - Ein Einsatz, der aufhorchen lässt: Die Marsberger Feuerwehr rückte in der Nacht zu Dienstag zu einem Unfall auf der A44 aus, an dem ein Gefahrguttransport mit radioaktivem Material beteiligt war. Am Ende ging aber alles glimpflich aus.

Wie die Feuerwehr berichtet, war der Transporter bei strömendem Regen in Fahrtrichtung Kassel zwischen den Anschlusstellen Lichtenau und Marsberg in die Mittelleitplanke gekracht. Die Besonderheit des folgenden Einsatzes zeigte sich bereits bei der Alarmierung der beteiligten Einheiten aus Meerhof, Oesdorf und Essentho: "Bei dem verunfallten Fahrzeug handelte es sich um einen Gefahrguttransport, der radioaktive Stoffe beförderte", teilt die Feuerwehr mit.

Eine am Fahrzeug angebrachte Warntafel und Gefahrzettel wiesen die Einsatzkräfte auf eine radioaktive Beladung hin, sodass sie eine erste Erkundung unter "Körperschutz Form 1" vornahmen. Vorsorglich wurden auch ein Rettungswagen aus Lichtenau sowie der Notarzt aus Marsberg zum Einsatzort gerufen. 

Kräfte mit Sonderausbildung gefordert

Ein verstärkter Angriffstrupp mit der Sonderausbildung für gefährliche Stoffe und Güter erkundete die Lage und konnte schließlich schnell Entwarnung geben: "Die auf einer Palette gelagerten und mit Folie eingewickelten Gebinde waren nicht beschädigt, sodass sich die weiteren Maßnahmen auf die Sicherung der Einsatzstelle und die Räumung der Fahrspur beschränkten", erklärt die Feuerwehr. Dazu bewegten die Einsatzkräfte das Fahrzeug unter anderem auf den Standstreifen, die Polizei übernahm im Anschluss die Beauftragung eines Abschleppunternehmens. 

Der Fahrer des Kleintransporters blieb nach Angaben der Feuerwehr unverletzt, nach etwa eineinhalb Stunden konnte die Autobahn wieder einspurig freigegeben werden. "Im Transporter wurde radioaktives Material für medizinische Zwecke befördert, eine Gefahr für Bevölkerung und Umwelt bestand aufgrund des Unfalls nicht". Nach rund zwei Stunden verließen die letzten Kräfte der Feuerwehr, die unter der Leitung von Wehrleiter Alfons Kleffner arbeiteten, die Einsatzstelle verlassen. 

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