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"Vielen Dank für ihren Einsatz": Ostergruß vom Marsberger Bürgermeister

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bunte kaninchen mit ostereier auf weißem hintergrund
© PantherMedia / Miroslav Beneda

Marsberg - Einen kleinen Ostergruß sendet Bürgermeister Klaus Hülsenbeck an die Marsberger Bürger.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, 

die Lage ist ernst und sie wird es auch noch einige Zeit bleiben. 

Seit den vergangenen Wochen befinden wir uns mehr und mehr in einer Ausnahmesituation. Nahezu unser gesamtes öffentliches, kirchliches, gesellschaftliches und soziales Leben ist zum Stillstand gekommen. Geschäfte sind geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet, wir können bei schönstem Wetter nicht mehr in Restaurants und Cafés sitzen oder mit „Großer Mannschaft“ draußen spazieren gehen. 

Wir müssen auch vernünftig sein und von Besuchen absehen. Besuche in Seniorenheimen und Krankenhäusern sind sogar, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, verboten. Für viele Menschen, die sich gar nicht direkt bedroht fühlen, nur schwer verständlich. 

Wir können das Coronavirus nicht sehen und die ganz dramatischen Szenen bekommen wir derzeit noch aus anderen Ländern übermittelt. Das Tückische dabei ist, dass es uns genauso treffen kann – und zwar jeden von uns. Das Virus macht vor niemandem Halt. 

Für viele von uns ist die Situation auch deshalb nicht einfach, weil wir uns eingestehen müssen, wie verletzbar und ausgeliefert wir sind. Das einzige, was wir tun können, ist uns selbst und andere durch Vorsorge zu schützen. Dazu gehört zum Beispiel Abstand halten, sich noch öfter als sonst die Hände waschen und Kontakte vermeiden, zumindest den direkten körperlichen Kontakt. 

Wer die Technik beherrscht, macht Videoanrufe mit der Familie oder Freunden; ansonsten greift man zum Telefon oder schreibt, wie in der guten alten Zeit, mal wieder einen Brief. Soziale Kontakte, auch wenn sie nicht direkt erfolgen, tun jetzt sicherlich jedem gut. 

Haben Sie bitte Verständnis für die Maßnahmen die Bund, Land und Stadt eingeleitet haben. Alle diese Maßnahmen sind notwendig. Nichtsdestotrotz, diese Zeit hat auch ihr Gutes. Manche Menschen nehmen zum ersten Mal seit langer Zeit wieder miteinander Kontakt auf und fragen: „Geht es dir gut?“ Viele bei uns in Marsberg, aber auch im ganzen Land, bieten ihre Hilfe und Unterstützung an oder verschönern den Alltag ihrer Mitmenschen mit kleinen Gesten. 

Helfen Sie mit, dass wir diese, noch nie da gewesene Situation, nicht nur gemeinsam überstehen, sondern vielleicht sogar gestärkt daraus hervorgehen. 

Bleiben Sie im Haus und bleiben Sie gesund. Vielen Dank für ihren Einsatz, ihr Verständnis, ihre Solidarität und ihren Gemeinsinn. Einen ganz besonderen Dank möchte ich den guten Geistern aussprechen, die in Arztpraxen, Krankenhäusern, Pflegeheimen, in Krisenstäben, bei Feuerwehr und Polizei, Rettungsdienst, in Schulen und Kindergärten (Notdienst), im Ehrenamt (persönliche oder telefonische Nachbarschaftshilfe, Näherinnen und Näher, …..) und anderen wichtigen Bereichen ihren Dienst tun- all diese Menschen erbringen derzeit Höchstleistungen. Wer in diesen Tagen an einer Supermarktkasse sitzt oder Regale befüllt, oder sich an anderer Stelle gemeinnützig einbringt, macht einen der wichtigsten Jobs, die es gibt. 

Erholsame Ostertage, 

Ihr Klaus Hülsenbeck 

(Bürgermeister)

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