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Volksbank Marsberg bereitet sich auf bevorstehende Fusion vor

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Von: Stefanie Schümmer

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Der Vorstand der Volksbank Marsberg bekennt sich weiterhin zur Region – auch nach der Fusion mit der Volksbank Reiste-Eslohe und der Spar- und Darlehensbank Oeventrop. Foto: Volksbank Marsberg
Der Vorstand der Volksbank Marsberg bekennt sich weiterhin zur Region – auch nach der Fusion mit der Volksbank Reiste-Eslohe und der Spar- und Darlehensbank Oeventrop. © Volksbank Marsberg

Marsberg. „Insgesamt können wir auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurückblicken und haben unseren kontinuierlichen Wachstumskurs fortgesetzt. Das lässt uns zuversichtlich ins Jahr 2019 und auf den im Frühjahr geplanten Zusammenschluss mit der Volksbank Reiste-Eslohe und der Spar- und Darlehnskasse Oeventrop blicken“, so das Fazit des Vorstandsvorsitzenden Dirk Lüddecke und seinen Vorstandskollegen Hans-Jochen Zöllner auf der Jahrespressekonferenz der Volksbank Marsberg am vergangenen Donnerstag.

Angesichts der dynamischen Veränderungen im Finanzdienstleistungssektor wollen die Genossenschaftsbanken aus Marsberg, Reiste-Eslohe und Oeventrop fusionieren. Dazu wird die seit 2013 bestehende Kooperation zu einem genossenschaftlichen Verbundmodell ausgebaut. „Wir reden hier nicht von einer klassischen Fusion, sondern von einem neuen Konstrukt“, so Hans-Jochen Zöllner. „Die drei Banken werden weiter als die bereits bekannten Marken auftreten. Es wird aber eine fusionierte Kreditgenossenschaft, die ,Volksbank im Hochsauerland eG’ heißen wird, gebildet.“ Für die Volksbank Marsberg bedeutet dies, dass sie den Zusatz „Niederlassung der Volksbank im Hochsauerland eG“ tragen wird. Die Entscheidung über den geplanten Zusammenschluss wird Anfang Mai fallen. Die Vertreter der Volksbank Marsberg und der Spar- und Darlehnskasse Oeventrop stimmen am Dienstag, 7. Mai, über das Vorhaben ab. Zwei Tage später, am 9. Mai, soll die Vertreterversammlung der Volksbank Reiste-Eslohe einen entsprechenden Beschluss fassen. „Die Fusion erfolgt auf absoluter Augenhöhe und wir können unsere genossenschaftliche Beratungsqualität, die uns im Markt vor Ort charakterisiert, weiterführen“, betonte Zöllner.

Positive Zahlen und Entwicklungen

Die Zahlen und die Entwicklungen des vergangenen Jahres bewertete der Vorstand der Volksbank Marsberg durchaus positiv. „Angesichts der großen Herausforderungen im Bankensektor sind wir zufrieden mit dem Ergebnis“, betonte Dirk Lüddecke. Insgesamt sei es der Volksbank Marsberg gelungen, trotz eines gesunkenen Betriebsergebnisses zufriedenstellende Erträge zu erwirtschaften, ergänzte Zöllner. Sie ermöglichen – vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung – eine angemessene Dividendenzahlung in Höhe von 4,0 Prozent an die nunmehr 8.061 Mitglieder sowie die Stärkung der Rücklagen.

Die Bilanzsumme der Volksbank Marsberg ist im vergangenen Jahr um 5,0 Millionen Euro auf 225 Millionen Euro gestiegen. Das betreute Kundengesamtvolumen, dieser Wert beinhaltet neben den bilanzwirksamen Kundengeldern auch das Wertpapier- und Vermittlungsgeschäft, stieg im Vorjahresvergleich um 3,3 Prozent auf ein Rekordniveau von 415,1 Millionen Euro. „Dieser Wert verdeutlicht abermals die Bedeutung der Volksbank als genossenschaftliche Regionalbank“, so Lüddecke: Rund 3,4 Millionen Euro sind allein durch die Volksbank an Kaufkraft in die Region geflossen. „Basis des Erfolges sind natürlich unsere 51 qualifizierten und motivierten Mitarbeiter“, bedanken sich die beiden Bankchefs für das Engagement. Was sie besonders freut: Alle Auszubildenden konnten im zurückliegenden Jahr übernommen werden.

Das der Volksbank Marsberg anvertraute Geld werde wieder in die Region, für Unternehmen und Privatkunden investiert. „Nachhaltiger geht es nicht“, verwies Dirk Lüddecke auf die Bedeutung des hinter dem Erfolg stehenden genossenschaftlichen Geschäftsmodells, dessen Grundlage weiter die persönliche, ganzheitliche genossenschaftliche Beratung der rund 20.700 Kunden und über 8000 Mitglieder sei.

Im Einlagensektor lagen die Bestände der Kunden auf Giro-, Festgeld- und Sparkonten mit 182,3 Millionen Euro um 3,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Als Folge des anhaltenden Niedrigzinsniveaus war ein deutlicher Trend zu Sichteinlagen zu verzeichnen. Gemeinsam mit ihren Verbundpartnern hat die Volksbank Marsberg am Bilanzstichtag 133,9 Millionen Euro an Krediten vergeben. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein leichter Rückgang von 1,9 Prozent. Zum Teil zweistellige prozentuale Zuwächse gab es dagegen im Dienstleistungsgeschäft (Bausparen, Versicherungen, Wertpapiere), erklärte Helmut Götte, Betreuer für vermögende Privatkunden der Bank.

„Für die Unternehmen und Privathaushalte in unserem Geschäftsgebiet sind wir nach wie vor ein verlässlicher Partner, betonte Dirk Lüddecke. Das zeigt sich unter anderem bei den Konsumentenkrediten: 908.000 Euro (Vorjahr: 403.000) Euro wurden als „easy credit“ bewilligt.

Einher mit guten Geschäftszahlen ging auch im Jahr 2018 bei der Volksbank Marsberg das Engagement in die Region. „Wir engagieren uns verlässlich, nachhaltig und spürbar für die Menschen vor Ort, auch in Zeiten von Kosten- und Regulierungsdruck“, so Marketingleiterin Nicole Vorneweg. Insgesamt 44.000 Euro wurden im vergangenen Jahr für gemeinnützige Projekte gespendet. Zusätzlich lädt die Volksbank regelmäßig zu Veranstaltungen ein – auch für ihre Mitglieder. Die Anzahl ist 2018 um 132 Neumitglieder angestiegen. Den größten Anteil bilden die 40- bis 64-Jährigen mit rund 3.000 Mitgliedern. Doch auch junge Menschen bis 29 Jahren sind mit fast 2.000 Mitgliedern stark vertreten, erläuterte Nicole Vorneweg.

Bezahlen mit dem Smartphone

Auch bei der Volksbank Marsberg nutzen immer mehr Kunden das Online-Banking und suchen ergänzend dazu die Selbstbedienungsmöglichkeiten auf. „Bequem, zeitsparend und kundenorientiert“ lautet die Devise der Volksbank. So ist das kostenlose Bezahlen mit dem Smartphone über die vielfältigen „Digitalen Angebote“ möglich.

Und mit einer neuen App sind die Kunden in der Lage, sich zum Thema Altersvorsorge zu informieren und mit ihrem Bankberater einen persönlichen Termin zu vereinbaren, verdeutlichte Privatkundenberater Thorsten Sauerland.

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