„Außergewöhnliches Jahr“

Weihnachtsgruß von Marsbergs Bürgermeister Thomas Schröder

Auch und gerade in Zeiten von Kontaktbeschränkungen will es sich Marsbergs Bürgermeister Thomas Schröder nicht nehmen lassen, sich mit einem Weihnachtsgruß an alle Bürger zu wenden.
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Auch und gerade in Zeiten von Kontaktbeschränkungen will es sich Marsbergs Bürgermeister Thomas Schröder nicht nehmen lassen, sich mit einem Weihnachtsgruß an alle Bürger zu wenden.

Auch und gerade in Zeiten von Kontaktbeschränkungen will es sich Marsbergs Bürgermeister Thomas Schröder nicht nehmen lassen, sich mit einem Weihnachtsgruß an alle Bürger zu wenden.

Marsberg - Im Wortlaut heißt es: Liebe Marsbergerinnen und Marsberger,

ein außergewöhnliches Jahr geht zur Neige. Sicherlich hat sich niemand von uns vor einem Jahr vorstellen können, vor welch große gemeinschaftliche Herausforderungen uns ein kleines Virus stellt und wie viel Kraft, Disziplin und Langmut es uns abverlangen wird.

Der erste Lockdown im Frühjahr hat uns emotional, wirtschaftlich und gesellschaftlich bis ins Mark getroffen. Das Herunterfahren der Wirtschaft, die Schließung von Schulen und Kindergärten, Geschäften und gastronomischen Betrieben, Kontakteinschränkungen und soziale Distanzierungen - all das mussten die Meisten von uns bislang nie erleben.

Mit den ersten Lockerungen konnten wir nicht – wie gehofft - in die Normalität zurückkehren. Traditionsreiche Feste und liebgewonnene Veranstaltungen im öffentlichen Bereich mussten abgesagt werden. Zum Schutz unserer schwächeren Mitbürger galt es weiterhin, auf Abstand zu gehen und Kontakte einzuschränken. Der Verzicht im gesellschaftlichen Leben hat jeden von uns betroffen – unsere Jüngsten und jungen Menschen und besonders schmerzlich unsere älteren, alleinstehenden und kranken Mitbürger.

Die Situation brachte neue Herausforderungen für Unternehmen, Handels- und Gastronomiebetriebe, Krankenhäuser und soziale Organisationen, Verwaltung und kommunale Einrichtungen, wie Schulen und Kindergärten. Hygieneschutz- und Belüftungskonzepte sowie Zugangs- und Besuchsregelungen mussten mit jeder neuen Erlasslage, zum Teil von heute auf morgen, erstellt und angepasst werden.

Die Corona-Pandemie hat unser gesamtes Leben und unsere Abläufe verändert. Die tatsächlichen Auswirkungen sind jetzt noch nicht absehbar.

Sorge bereitet mir die schwierige Situation, in der sich unsere Gastronomie und der Einzelhandel befinden. Temporäre Schließungen, die gezwungene Absage von Festen und Veranstaltungen, der Ausfall von verkaufsoffenen Sonntagen. Trotz erheblicher finanzieller Einbußen haben sich die Händler der Innenstadt entschlossen, die Stadt weihnachtlich zu beleuchten und zu schmücken. Als Stadt Marsberg haben wir gern einen finanziellen Beitrag geleistet und sie dabei unterstützt, dass auch die Bilstein-Kerze wieder als Wahrzeichen leuchtet, alle Besucher und Bürger erfreut und in Weihnachtsstimmung versetzt. Damit dieses erhalten werden kann, richte ich eine dringende Bitte an Sie: Nutzen Sie die Einkaufsmöglichkeiten bei den Händlern vor Ort, nutzen Sie die Außer-Haus-Angebote der Gastronomie. Der Online-Handel ist bequem, aber kein Ort, wo wir uns in Zukunft wieder treffen können.

In den vergangenen Monaten haben wir gelernt mit der Corona-Pandemie umzugehen. Und in der Rückschau können wir feststellen, dass nicht alles schlecht war. So hat diese Krise auch einen Schub der Digitalisierung unserer Schulen mit sich gebracht. Glasfaseranschlüsse zu den Schulgebäuden wurden verlegt und digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte beschafft.

Wir haben erlebt, dass wir unvorhersehbare Herausforderungen meistern können.

Der Mangel an gesellschaftlichem Leben hat zutage gebracht, dass Werte wie Gemeinschaft und Achtsamkeit in Marsberg gelebt werden. Es ist ermutigend, zu sehen, dass viele Mitbürgerinnen und Mitbürger hilfsbereit nachbarschaftliche Hilfe angeboten haben und dort unterstützen, wo es notwendig ist. Originelle Ideen allerorts zeigten, dass wir zwar auf das gesellige Gemeinschaftsleben verzichten mussten und müssen, aber trotzdem Gemeinschaftsgefühl leben - seien es musikalische Ständchen vor den Seniorenheimen, digitalen Gottesdienste, „Kindergottesdienste to go“ oder das Schützenfest-Paket für zu Haus, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Nehmen wir uns dieses Gemeinschaftsgefühl als Kraft mit ins kommende Jahr. Es gibt viel zu tun und wir sind auch in der Lage dazu.

Dank der klugen und umsichtigen Arbeit meines Amtsvorgängers Klaus Hülsenbeck und seinem Team, in den vergangenen Jahren, steht die Stadt Marsberg finanziell auf soliden Beinen. Die erfolgreiche Vermarktung von Gewerbe- und Industrieflächen wird bestehende Arbeitsplätze sichern, Neue schaffen und somit positiv auf die Entwicklung der Stadt wirken.

Gemeinsam mit Ihnen, den örtlichen Vereinen, Institutionen und Unternehmen möchte ich Marsberg gestalten. Erste Bausteine dessen sind die bereits angestoßenen Konzepte zur Innenstadtentwicklung und das Projekt „Marsberg in Bewegung“.

Die Erfolge unserer Stadt beruhen auf den Stärken derjenigen, die hier wohnen, arbeiten und wirken. Ob Sie ein Unternehmen führen, gewissenhaft Ihrer Arbeit nachgehen oder sich in Initiativen oder Verein engagieren. Sie setzen sich mit Ihrer Kreativität, Ihrem Engagement und Ihrer Tatkraft, im Großen wie im Kleinen, in der Öffentlichkeit wie im Hintergrund für unsere Gemeinschaft und unsere Stadt ein. Vielen Dank für Ihren Einsatz.

Dank gilt den Menschen unserer Stadt, die nicht nur, aber besonders in der Weihnachtszeit ihr eigenes Wohl hinten an- und ihre Zeit und Arbeitskraft in den Dienst der Allgemeinheit stellen: Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den nahegelegenen Krankenhäusern, sozialen Einrichtungen und Pflegediensten.

Allen Marsbergerinnen und Marsbergern wünsche ich herzlichst, auch im Namen des Rates und der Verwaltung, erholsame und besinnliche Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr. Das Jahr 2021 wird hoffentlich ein Gutes und Gesegnetes mit vielen positiven Wendungen.

Ihr Bürgermeister

Thomas Schröder

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