Jury vom historischen Potenzial beeindruckt

Wettbewerb für kleinere Museen: Museum der Stadt Marsberg ausgezeichnet

Museum der Stadt Marsberg Auszeichnung Steinhoff Duppelfeld
+
Freuen sich, dass das Museum der Stadt Marsberg von der Jury ausgewählt wurde: (v.l.) Detlev Steinhoff (Vorsitzender des Fördervereins Historisches Obermarsberg) und Heiner Duppelfeld (Leiter des Museums).

Der Westfälische Heimatbund (WHB), das LWL-Museumsamt für Westfalen und die Museumslandschaft Hochsauerlandkreis möchten die Vernetzung, Neuausrichtung und Qualifizierung kleinerer Museen im Hochsauerlandkreis fördern.

Marsberg – Die zumeist ehrenamtlich geführten Häuser stehen bezüglich ihrer Zukunft vor vielfältigen Herausforderungen, die sie aus eigener Kraft kaum bewältigen können. Besonders im ländlichen Raum führen der demografische Wandel, unklare Sammlungsprofile, fehlende Depots und nicht mehr zeitgemäße Präsentationsformen zu einem Bedeutungsschwund der Museen.

In dem Zusammenhang haben die Kooperationspartner einen Wettbewerb ausgeschrieben, in dem aus der Gesamtheit der 48 kleinen Museen in der Museumslandschaft des Hochsauerlandkreises zwei Häuser ausgewählt worden sind. Eine wissenschaftliche Jury aus dem universitären, musealen und kulturellem Bereich hat diese Auswahl auf der Grundlage einer vom jeweiligen Museumsleiter verfassten Expertise und einer Präsentation des jeweiligen Museums getroffen.

Der eingeschlagene Weg muss zum Wohle unserer Stadt konsequent weiter verfolgt werden.

Heiner Duppelfeld

Das „Museum der Stadt Marsberg“ ist eine der beiden ausgesuchten Einrichtungen. Museumsleiter Heiner Duppelfeld und seine Mitarbeiter freuen sich und sehen darin eine Bestätigung ihre bisherigen Arbeit. So sagt der Leiter des Museums: „Der eingeschlagene Weg muss zum Wohle unserer Stadt konsequent weiter verfolgt werden.“ Mit der Auszeichnung ist eine Unterstützung des Museums bei seiner Neuausrichtung im Jahr 2021 verbunden. Konkret beinhaltet dies eine intensive Schulung des Museumsteams in zehn wichtigen Handlungsfeldern, so im Bereich Dokumentation und Inventarisierung, Social Media, Vereinsrecht, Sammeln und Entsammeln, aber auch Ausstellen und Präsentieren unter Einbeziehung neuer Medien. Sehr wirksam soll die Museumsmannschaft auch bei der Neuausrichtung des Museums beraten und mit einem Grobkonzept durch Wissenschaftlerinnen beziehungsweise Wissenschaftler der Kooperationspartners unterstützt werden. Letzten Endes sollen auch Fördermöglichkeiten angeboten werden.

In der Begründung der Jury steht unter anderem Folgendes: „Die Jury war beeindruckt vom historischen Potenzial des Museums und der Motivation der Mitarbeiter. Diese Arbeiten (...) an einer ständigen Erweiterung der Schauräume und haben erste Erfolge im Bereich der Dokumentation und in der multimedialen Vermittlung vorzuweisen. (...) Wegen der Sammlung zur Stadtgeschichte, des besonderen Modellcharakters des Museums (...) sowie der guten räumlichen Voraussetzungen und wegen weiterer Ausbaumöglichkeiten wird das Museum der Stadt Marsberg von der Jury zur Qualifizierung ausgewählt.”

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare