Zwei Jahre Museumsschläfer

Gymnasium kooperiert mit dem LWL-Freilichtmuseum

Vertragsunterzeichnung: LWL-Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen (l.) und Schulleiter Dr. Markus Bohnensteffen freuten sich mit den Schülern über die Kooperation.

Marsberg.Nun ist es amtlich: Das Carolus-Magnus-Gymnasium in Marsberg ist das erste Gymnasium, das mit dem LWL-Freilichtmuseum Detmold bei dem Projekt „Museumsschläfer“ kooperiert. Ein gemeinsamer Vertrag wurde zunächst für die Dauer von zwei Jahren unterzeichnet.

Davon profitieren beide Seiten: Die Museumspädagogen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) erhalten ein qualifiziertes Feedback zu ihren Programmen, die im Rahmen des mehrtägigen Aufenthaltes in Hof Remberg angeboten werden. Die Schule bekommt mindestens einmal pro Saison die Gelegenheit, mit einer Klasse mehrere Tage in Detmold zu übernachten und so das Museum als außerschulischen Lernort zu nutzen.

Bereits im vergangenen Mai, kurz nach dem Start des Projektes „Museumsschläfer“ im LWL-Freilichtmuseum Detmold, war eine Klasse des Carolus-Magnus-Gymnasiums im Museum zu Gast. Das Fazit fiel so positiv aus, dass für den September direkt ein weiterer Ausflug mit den neuen fünften Klassen realisiert wurde. „Diese außerschulischen Lernorte sind für uns wichtig, denn sie ermöglichen lebensnahes Lernen. Im LWL-Freilichtmuseum Detmold mit seinen historischen Häusern wird Geschichte begreifbar“, erklärte Schulleiter Dr. Markus Bohnensteffen bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages.

Die möglichen Themen sind vielfältig: Über die unterschiedlichen museumspädagogischen Programme, die das Museum anbietet, können sowohl kultur- und bauhistorische Schwerpunkte gesetzt als auch der Natur- und Umweltschutz, die Medienbildung oder das Handwerk in den Mittelpunkt gestellt werden. Die Schulen können mit diesen Schwerpunkten an ihre Unterrichtspläne anknüpfen und die einzelnen Themen in den Klassen vor- und nachbereiten.

Doch nicht nur das: Auch soziale Kompetenzen werden den Kindern und Jugendlichen bei einem mehrtägigen Aufenthalt, beispielsweise beim Zubereiten gemeinsamer Mahlzeiten, vermittelt. Und die Schüler bekommen die Gelegenheit, ihren Unterricht aktiv mitzugestalten. Zudem bietet das LWL-Freilichtmuseum Detmold den Lehrern der Koopertationsschule Fortbildungsmöglichkeiten.

„Unsere Kooperationspartner geben uns ein wichtiges Feedback, sowohl die Lehrer als auch die Schüler. So haben wir die Möglichkeit, unsere Programme weiter zu verbessern und so unseren Bildungsauftrag als außerschulischer Lernort zu erfüllen“, freut sich LWL-Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen.

Daher wird es auch mindestens einmal im Jahr ein Treffen geben, bei dem sich die Partner austauschen und die Zusammenarbeit besprechen.

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