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Zwölf Obstbäume in Marsberg mutwillig zerstört - Stadtverwaltung stellt Anzeige

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Von: Stefanie Schümmer

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Die Bäume sind am Stamm komplett abgeknickt worden und somit nicht mehr zu retten. Fotos: Stadt Marsberg
Die Bäume sind am Stamm komplett abgeknickt worden und somit nicht mehr zu retten. © Stadt Marsberg

Marsberg. Wer macht denn so was? Zwölf Obstbäume, die auf einer Rasenfläche an den Brodwiesen/Diemelbrücke in Marsberg vor gut zwei Jahren vom städtischen Betriebshof gepflanzt wurden, sind am vergangenen Wochenende komplett abgeknickt worden. „Die recht jungen Bäume waren durch Holzpfosten gut geschützt. Nun sind sie vollkommen zerstört“, berichtet Sabine Korinth, Sachbearbeiterin Umweltschutz der Stadt Marsberg. Die Stadtverwaltung hat sofort bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt gestellt.

„Die Bäume sind nicht mehr zu retten“, bedauert Sabine Korinth. „Sie waren schon an die vier Meter hoch und trugen teilweise schon Früchte. Manche Bäume blühten gerade – wahrscheinlich eine Reaktion auf die ungewöhnliche Trockenheit.“

Anwohner hatten den Schaden Anfang der Woche bemerkt und bei der Stadt gemeldet. Ob die Obstbäume (Kirsche, Birne, Apfelsorten) nachgepflanzt werden, steht noch nicht fest. Sabine Korinth: „Besonders die Anwohner würden sich natürlich sehr freuen, wenn die Obstwiese ersetzt wird. Sie haben sich an dem schönen Anblick erfreut und sind entsetzt über die Tat.“ Allerdings müsse im Haushalt der Stadt entsprechendes Geld übrig sein, um eine Ersatzpflanzung finanzieren zu können.

Großer ökologischer Verlust

Neben den wirtschaftlichen Aspekten (der Wert eines Baumes samt Pflanzung, Anwachshilfe, Pflege für etwa zwei Jahre beträgt mindestens 300 Euro) ist es natürlich auch ein großer ökologischer Verlust. Gerade Obstwiesen bieten eine gute Nahrungsgrundlage für Bienen und andere Insekten. „Im Hinblick auf das in den Medien stark diskutierte Insektensterben ist der Verlust umso schmerzhafter – besonders für mich als Biologin“, so die Sachbearbeiterin. „Ältere Obstbäume bieten Kleintieren und verschiedenen Vogelarten Schutz und Lebensraum.“

Wenn sich die Stadt entschließt, neue Obstbäume zu pflanzen, bliebe „nur noch zu hoffen, dass die Vandalen nicht wieder tätig werden“.

Die Stadtverwaltung und die Polizei suchen Zeugen, die am vergangenen Wochenende etwas Auffälliges auf der Rasenfläche gehört oder gesehen haben. Hinweise nehmen die Polizei Marsberg, Tel. 0 29 92/9 02 01 oder Sabine Korinth, Tel. 0 29 92/60 2-2 44 gerne entgegen.

Die zwölf Obstbäume sind erst vor gut zwei Jahren vom städtischen Betriebshof an den Brodwiesen/Diemelbrücke gepflanzt worden.
Die zwölf Obstbäume sind erst vor gut zwei Jahren vom städtischen Betriebshof an den Brodwiesen/Diemelbrücke gepflanzt worden. © Stadt Marsberg

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