„Der Medicus vom Orient“ wird gespielt

40. Bühnenjubiläum des Kolpingstheaters wird auf Marktplatz in Medebach gefeiert

Die heimischen Darsteller freuen sich schon auf die Premiere.
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Die heimischen Darsteller freuen sich schon auf die Premiere.

Die Theatergruppe der Kolpingsfamilie führt am 4. und 5. September zum 40. Bühnenjubiläum das Stück „Der Medicus vom Orient“ auf dem Marktplatz in Medebach auf.

Medebach – Alles begann vor 40 Jahren im Kolpinghaus Medebach als engagierte, schauspielfreudige Menschen eine Theatergruppe gründeten. Auf Initiative von Helmut Müller hin fanden sich schnell kreative und hochmotivierte Mitspieler, die das erste Stück als Einakter einstudierten. Zunächst erfreuten sie das Publikum beim Stiftungsfest des Kolpings. Mit den Jahren wurden die ausgewählten Theaterstücke immer aufwendiger und sie wurden so groß, dass damit eine abendfüllende Theatervorführung im Kolpinghaus angeboten werden konnte.

Neben der Auswahl des Stückes für die Wintersaison kamen auf die Laienschauspieler und die ehrenamtlich engagierten Mitglieder der Kolpingsfamilie Medebach viele neue Aufgaben zu. Für den vorausblickenden Zuschauer gibt eine ansprechend gestaltete Bühne oft schon erste Hinweise auf die zu erwartende Handlung. So brauchte es Kreative und handwerklich Begabte, die die Bühne entsprechend der vorhandenen Gegebenheiten aufbauten und gestalteten. Die lebensnahe Aufmachung der Theaterszenen gelingt am besten in enger Verbindung mit der Auswahl eines passenden Bühnenbildes, das oft individuell für das Thema des jährlich wechselnden Stückes erstellt wird. Im Vorfeld der Premiere auf der Bühne lernt der einzelne Spieler in vielen zeitaufwendigen Übungsstunden seine Rolle angemessen in der Bewegung, der Sprache und der Körperhaltung zu beherrschen. Dieser persönliche Einsatz und das Engagement soll jetzt als Jubiläum in besonderer Ausgestaltung im Freien auf dem Marktplatz in Medebach gefeiert werden.

Aus den Erfahrungen des 875-jährigen Stadtjubiläums und den langjährigen Theatervorführungen der Kolpingsfamilie erwuchs jetzt eine gemeinsame große Laien-Spielschar.

Seit Monaten probt die Theatergruppe der Kolpingsfamilie, unterstützt vom Stadtjubiläums-Ensemble, an einer fröhlichen Sommerkomödie. Dieser Zweiakter wird die Zuschauer am ersten Septemberwochenende ins Mittelalter zurückversetzen und spielt im Herzen der Hansestadt Medebach im Schatten der historischen Ortskerngebäude. Mit dieser aufwendigen und bildreichen Inszenierung wird das 40. Bühnenjubiläum gebührend gefeiert. Der Eintritt ist in diesem Jubiläumsjahr frei.

Premiere am Samstag, 4. September

Unter der Regie von Dagmar Köster bringt die Laienspielgruppe die mittelalterliche Komödie „Der Medicus vom Orient“ von Toni Feller auf die Marktplatzbühne. Doch nicht nur für die Inszenierung ist Dagmar Köster verantwortlich, sie spielt auch mit und kümmert sich um die Gesamtorganisation. Spätestens am Samstag, 4. September, muss alles sitzen, denn dann ist die Premiere. „Es wird eine Punktlandung“, weiß die Regisseurin und fügt lächelnd hinzu. „Aber das ist bei Theaterstücken immer so.“

17 Sprechrollen hatte sie zu vergeben, dazu kommen noch zahlreiche stadtbekannte Statisten. Das war keine leichte Aufgabe. Mehrmals sprangen Schauspieler wieder ab, doch jetzt steht die endgültige Besetzung Die wichtigste Rolle, die des Medicus, übernimmt Matthias Schröder. Die Handlung ist schnell beschrieben: Ein selbsternannter Arzt reist mit seinen Assistenten Josephine und Leopold als Wunderheiler im Planwagen von Ort zu Ort. Im Gepäck hat der Scharlatan wirkungslose Tinkturen und Salben, die es angeblich mit sämtlichen erdenklichen Zipperlein aufnehmen können. Die Aufenthaltsdauer des Trios beschränkt sich immer nur auf drei Tage, bevor es das Weite suchen muss, weil der Schwindel auffliegt und ihnen der Boden unter den Füßen zu heiß wird. Die Medebacher mit ihrem Fürstenpaar sorgen jedoch für einen Zeitverzug, sodass das weitere Geschehen nicht nur höchst turbulent und dramatisch, sondern auch noch urkomisch und skurril wird. Die Regisseurin garantiert, dass der einfühlsame Zuschauer in Freud und Leid der Szenen mitfühlen kann. Es gibt bei der Komödie viel zu lachen.

Wer erfahren will, wie das spannende und lustige Stück verläuft und endet, hat dazu am Samstag, 4. September, um 19 Uhr oder am Sonntag, 5. September, um 14 Uhr Gelegenheit.

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